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Patchwork-Loop im April

Die Restekiste, ein leidiges Thema bei mir (wie wohl bei jedem, der näht). Ich bin da ein kleiner Stoff-Messie, könnte ich ja noch brauchen, vielleicht für ne Applikation? Who knows….

Wenn das Ding aber übervoll ist und der Deckel nicht mehr zu geht besteht Handlungsbedarf! Also hab ich das Ganze nach Farben sortiert. Blaugrau war ne ganze Menge da.

In gleichbreite Stücke geschnitten sieht das doch schon viel ordentlicher aus! Hier mal sowohl blaugrau als auch türkis.

Normal rechts auf rechts zusammennähen kann man machen, sieht aber auch ein bisschen langweilig aus. Hier wäre jetzt eine Coverlock großartig. Alternativ auch eine Overlock-Maschine. Hab ich aber beides nicht, muss also auch mit der normalen Nähmaschine gehen.

Mit dem Fake-Overlock-Stich meiner Nähmaschine habe ich also zunächst eine lange Bahn links auf links zusammengenäht. Mit einer Kontrastfarbe – Orange – Komplementärfarben gehen immer gut!

Da so allerdings die Nähte doch sehr hervorstehen bin ich anschließend nochmal mit einem Zickzackstich drübergegangen. Nun liegt das Ganze schön flach und ordentlich aufgerollt. Das Schöne an einem Loop ist ja auch, dass es nicht ganz so dramatisch ist, wenn es nicht ganz grade wird. Der kruschelt sich ja hinterher eh um den Hals rum. Auch auf den Fadenlauf muss man da nicht ganz so genau achten.

Insgesamt braucht man für einen Loop in Erwachsenen-Größe ein ca. 1,50×70 cm großes Stoffstück. Die lange Rolle habe ich also in 150 cm lange Stücke geschnitten und wieder zusammengenäht, ergänzt mit einem dunkelblauen Sweat, damit ich auf die richtige Breite komme.
Hier auch mal wieder rechts auf rechts zusammengenäht, das wird sonst echt arg dick an den Kreuzungspunkten und geht nicht mehr gut durch die Maschine durch. Kontraste habe ich auch so genug.

An den Längsseiten wird das Stoffstück nun zusammengenäht, so dass ein langer Schlauch entsteht.

Wie genau dann daraus ein Loop wird, dafür gibt es unzählige Tutorials, zum Beispiel hier bei Mamahoch2. Mein Loop ist nun fertig und genauso cool und kuschelig geworden wie ich mir das vorgestellt habe.

Die nächsten beiden Patchwork-Loops sind schon in der Vorbereitung, einmal in türkis-grau und einmal in schwarz-bunt. Aber die gibt es ein anderes Mal, jetzt laufen hier wieder die Ostervorbereitungen!

Und damit ab zu dem Jahres-Sew-Along von Fräulein An, da lautet das Aprilthema „gut beTucht“. So ein Zufall 😉

 

Mein Lieblingshoodie im März

Beim großen Jahres-Sew-Along von Fräulein An dreht sich im März alles um Hoodies. Oder wie wir früher, damals, gesagt haben – Kapuzenpullis! Da mach ich mal wieder mit, auch wenn es bis zum Ende des Monats gedauert hat. Irgendwie kommt man ja mal wieder zu nüscht!

Der Stoff war schon gut abgelagert. Als ich den gesehen habe hatte ich sofort dieses „habenwollen“-Gefühl und wusste auch schon dass ich mir daraus mal nen Hoodie nähen würde. Als ich den dann aber vor drei Wochen hier ausgebreitet habe um zuzuschneiden, da wirkte das Ganze nun eher ein wenig bieder… und als auch noch der Mann fragte ob ich mir denn nun eine Küchenschürze nähen wollte…. da war irgendwie schon wieder die Luft raus. Doof, dabei hatte ich mich doch so auf genau diesen Stoff gefreut.

Auf Facebook hatte ich dann zufällig ein Bild gesehen, gleicher Stoff – anderer Schnitt, sah sehr cool aus. Also habe ich fertig zugeschnitten, das Ganze dann noch mit senffarbenem Jersey fürs Innenfutter der Kapuze und der Taschen ergänzt und da ist er – mein Lieblingshoodie!

Schnittmuster: Lynn von Pattydoo
Material: Just Paisley Sommersweat von Hamburger Liebe, senfgelber Jersey, gelbes Leder, gelbe Kordel, schwarzes Bündchen

Und hier noch ein paar Details:

Tja, und weil leider nicht alles so glatt läuft wie ich das gern hätte wäre ein passender Untertitel für diesen Blogpost auch „… und wie ich auf den letzten Metern nochmal alles richtig verkackt habe!“ Ich wollte nämlich das Ganze gern noch mit passendem gelben Leder aufwerten. Als Verstärkung unter den Ösen hat das auch recht gut geklappt. Auch das Reinhämmern der Ösen lief mal richtig gut, Als ich aber dann auch noch die seitlichen Eingriffstaschen mit Leder verzieren wollte ging plötzlich gar nichts mehr. Ich vermute mal, es lag an der Nadel, vielleicht die falsche Stärke. Wer weiß das schon. Ich nehms mit Humor und mag den Hoodie trotzdem total gern. Der ist nämlich sehr bequem und außerdem suche ich eh noch nach einer passenden dicken Kordel für die Kaputze. Das dicke gelbe Band ist erst mal nur eine Notlösung! Vermutlich dann eine Dauerlösung, so wie das mit Notlösungen so ist.

Da mach ich auch mit: 12 Themen 12 Kleidungsstücke – Der Jahres-Sew-Along

Und weil ich keine halben Sachen mache, möchte ich neben dem Quilt-A-Long auch noch bei diesem Jahres Sew-A-Long teilnehmen. Jeden Monat ein Teil für mich (und nicht nur für die beiden Mädchen) nähen klingt toll. Hoffentlich inspirieren mich die Monatsthemen zu neuen Schnittmustern abseits meiner All-Time-Favourites die ich mittlerweile im Schlaf nähen kann.

Das Januarthema lautet „mein Basicteil„. Klingt einfach, ist es aber doch wieder nicht. Basicteile sind für mich die simplen gekauften einfarbigen Shirts oder Leggings, die ich dann mit farbenfrohem, selbstgenähtem kombiniert habe. Und nun soll ich ein Basicteil selbst nähen?

Auf Facebook wird grade der Jerseyrock von Mrs. Schablona rauf und runter genäht. Der ist einfach, da er tatsächlich nur aus drei Rechtecken und einem Bündchen besteht und doch durch die Raffung an der Seite nicht langweilig.

Im Stoffregal war noch ein halber Meter blauer Jersey mit dezentem schwarzen Muster und schwarzes Bündchen – also los.

Hier präsentiere ich euch also nun „mein Basicteil“ im Januar! Vielen Dank liebe Rebecca für die Fotos!

Kann man ganz toll mit schwarzen Leggings, Shirt und Blazer kombinieren. Passt das Innenfutter meines Blazers nicht perfekt zum Rock? Geht so auch gut fürs Büro. Kann man im Sommer aber sicher auch ohne Leggings tragen, wenn denn die Beine mal ein bisschen Farbe bekommen haben. Oder mit Top, mit Langarmshirt und und und. Ein echtes Basicteil eben.

Praktischerweise ist heute Donnerstag. Da mach ich doch bei RUMS gleich auch noch mit!