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[Tutorial] Stoffreste-Memory

Das Junimädchen spielt total gerne Memory. Und sie ist darin auch richtig gut und zockt uns Große gern ab. Mit fünf Jahren geht das. Leider möchte das Augustbaby auch gern mitspielen und grabscht nach den Karten und steckt die in den Mund. Das sorgt hier regelmäßig für Stress unter den Schwestern.

Abhilfe schafft das unser neues Stoffrestememory, was ich aus Stoffresten (wie der  Name ja schon sagt) genäht habe. Das ist super. Die Kleine kann die Stoffkarten hemmungslos knautschen und schmeißen und wegen mir auch in den Mund nehmen und die Große kann spielen.

Material:

  • Stoffreste aller Art – auch kleinste Fitzel lassen sich hier sehr schön verarbeiten
  • Einheitlicher Stoff für die Vorder- und Rückseiten der Karten (Menge hängt von der Anzahl der Karten ab)
  • Verstärkung für die Karten, was halt da ist. Volumenvlies (H630 oder sogar H640) macht sich sicherlich gut, damit es etwas griffiger wird. Ich habe tatsächlich einfach Bastelfilz genommen, der lag hier noch rum, der musste weg.

Anleitung:

Aus dem einheitlichen Stoff schneidet ihr pro Memorykartenpaar vier Quadrate aus. Ich habe hier 10×10 cm genommen, das ergibt bei einer Nahtzugabe von einem Zentimeter hinterher Karten von 8×8 cm Größe und passt gut in kleine Hände. Gut und schnell geht das Zuschneiden mit einem Rollschneider. Etwas langsamer natürlich auch mit einer Schere.

Von der Verstärkung braucht ihr pro Kartenpaar jeweils zwei Quadrate von 8×8 cm (also der hinterher fertigen Kartengröße). Falls ihr Volumenvlies verwendet könnt ihr das einfach mittig auf die Rückseite der Hälfte der Quadrate gemäß Herstellerangaben aufbügeln. Alles andere wird aufgenäht. Ich habe das einfach diagonal mit einem kontrastfarbigen Nähgarn gemacht.

Jetzt kommen die Stoffreste zum Einsatz. Ihr braucht pro Kartenpaar zwei gleiche Stoffstücke. Die können jede beliebige Form haben, maximal natürlich die Größe der Karten. Die Stoffe näht ihr einfach auf die rechte Seite der verstärkten Stoffteile auf. Theoretisch könnt ihr die natürlich vorher noch mit Vliesofix fixieren und aufbügeln, das habe ich mir aber erspart. Hier kann und darf gern gepfuscht werden. Ein paar Falten machen das nämlich für kleine Kinder und Babys nochmal viel spannender. Wer Lust hat verziert die Karten nun noch mit ein paar farbigen Kontrast- oder Ziernähten. Webbänder gehen auch schön.

Wenn alle Stoffstücke aufgenäht sind nehmt ihr jeweils ein unbenähtes Quadrat und ein benähtes, verstärktes Quadrat, legt diese rechts auf rechts aufeinander und näht mit einem Zentimeter Nahtzugabe einmal ringsum. Wendeöffnung nicht vergessen 😉 Die Nahtzugabe könnt ihr dann noch ein Stück zurückschneiden.

Nun noch wenden und die Ecken mit einem Stäbchen oder ähnlichem ausformen. Einmal rundherum absteppen, dabei wird die Wendeöffnung praktischerweise gleich mit verschlossen.
 

Fertig ist euer Stoffrestememory. Zur Zeit hat das Augustbaby viel Freude daran, die einzelnen Teile aus dem Körbchen zu ziehen und in der Gegend zu verteilen. 

Viel Spaß beim Nachnähen und Spielen! Und wer ein Memory nach meiner Anleitung genäht hat und gern hier verlinkt werden möchte – schreibt mir einfach einen Kommentar mit Link zum Blog.

 

[Tutorial] Freundschaftsarmbänder aus Jeans

Heute haben wir mal spontan gebastelt. Bzw. genäht. Genähbastelt also. Beim Junimädchen sind Armbänder zur Zeit ganz hoch im Kurs, die liebt sie. Und da haben wir mal aus meinen gesammelten alten Jeansresten schicke Freundschaftsarmbänder für sie und ihre Freundinnen hergestellt. Das geht total einfach!

Material:

  • alte Jeans (3×1 cm breite Streifen. Länge hängt von der Dicke des Handgelenks ab. Bei Kindern also nicht allzu lang) und zwei Stücke von je 3×5 cm
  • Zwei Kam Snaps oder andere Druckknöpfe
  • Knöpfe oder Nieten zur Verzierung.

Anleitung:

Die drei Streifen übereinander mit jeweils der rechten Seite auf die linke Schmalseite eines 3×5 cm großen Jeansstücks legen. Das Jeansstück zusammenklappen, so dass die rechten Seiten aussen sind und am Ende knappkantig zusammennähen so dass die drei Streifen festgenäht werden.

Kam Snap oder Druckknopf befestigen.

Einmal um den Kam Snap knapp herumnähen. Optimalerweise mit einem Reißverschlussfüsschen und anschließend rechts und links davon bis kurz vor der Naht zurückschneiden.

Jetzt die drei Jeansstreifen zusammenflechten. Das hat das Junimädchen übrigens ganz toll alleine gemacht!
Am anderen Ende nun das zweite 3×5 cm-Stück genauso annähen und den zweiten Kam Snap befestigen. Hierbei darauf achten. dass das jeweilige Gegenstück verwendet wird und einmal die glatte Rückseite und einmal die andere Seite nach oben zeigt damit das Armband hinterher bündig geschlossen werden kann.

Jetzt können die Knöpfe oder Nieten oder andere Deko-Elemente noch auf dem Armband angenäht und befestigt werden.

Jeans gibt einen stylischen Used-Look wenn die offenen Kanten ausfransen. Wer das nicht möchte muss vorher jede einzelne Kante versäubern, das dauert natürlich entsprechend lange. Hübsch sieht bestimmt auch ein Kontrast-Stoff zwischen den Jeans-Streifen aus. Oder Webband oder oder oder…

 

Das Junimädchen und ich wünschen euch viel Spaß beim Nachbasteln! Und wer mag und einen Blog hat darf sich hier gern verlinken. Bitte mit Backlink zu dieser Seite.


[6K12B] Der Juliblock „Snail’s Trail“

Irgendwie ist grade hier so viel los im Offline-Leben, da kommt der Online-Teil deutlich kürzer. Ist aber auch ok, es ist ja schließlich Sommer und da haben wir fast alle Geburtstag und das muss man definitiv offline feiern. Trotzdem nähe ich natürlich die Monatsblöcke weiter und der Juli ist natürlich auch schon längst im Kasten! Doppelt. Wie immer. 

Snail’s Trail heißt der Block, auf deutsch „Schneckenpfad“ und die Anleitung dazu gibt es hier bei Dorthe von lalala Patchwork. Wie immer sehr detailliert und sehr gut nachzunähen. Da wiederhole ich mich gern, das macht Spaß – vielen Dank!

Ich lass mal die Bilder vom Zuschnitt weg, interessiert eh keinen 😉 Beim schwarzweissen Block habe ich das kleinste Muster gewählt. Ich wollte die Schnecke gern vom Muster her fortlaufend haben, daher sind die zweiten und vierten Dreiecke jeweils schräg zum Fadenlauf zugeschnitten. So ganz 100prozentig passt es nicht, aber die weißen Punkte wechseln zumindest nicht die Laufrichtung. Sieht man gut auf dem folgenden Bild. Ich denke bzw. hoffe das das beim Patchwork relativ egal ist ob ich auf den Fadenlauf geachtet habe. Wird ja eh kreuz und quer zusammengepatcht.

Beim bunten Block habe ich die zwei Uni-Stoffe genommen und daraus jeweils eine Teilschnecke geschnitten. So richtig gefällt mir der Block aber nicht. Evtl. tausche ich den am Ende noch aus gegen einen anderen, das lasse ich mir mal offen.

Und hier nochmal alle in der Übersicht. So ganz haut das bei mir mit den Größen nicht hin. Ich denke da muss ich am Ende nochmal ran und aus dem grauen Hintergrundstoff Streifen annähen um alle auf eine einheitliche Größe zu bringen. Aber egal – ist handgemacht und da darf das so sein.

Und bald ist August. Mal gucken ob ich vorher hier noch irgendwas anderes poste…. genug gäbe es!

[6K12B] Der Juniblock „Pineapple“

Für den April und Mai habe ich endlos gebraucht, der Juni ging dann ganz fix. Den haben Sonja (aka oceaniss) und ich zusammen genäht! Am Wochenende waren wir zu Besuch im Süden und neben ganz viel Aktivitäten für die großen Mädchen und kleinen Babys haben wir auch einen Nachmittag zusammen genäht. Eigentlich wollte ich ja „nur“ zuschneiden. aber da Sonja so motiviert war ging das Nähen dann doch ganz fix. Und so fix, dass ich die sonst üblichen Fotos der einzelnen Arbeitsschritte einfach mal ganz gepflegt weglasse und euch gleich meine beiden fertigen Blöcke präsentiere. Bunt und in Farbe, aeh, Schwarzweiß!

  

Das Muster soll eine Ananas darstellen. Und ich finde in gelb auf dunklem HIntergrund kann man das auch ganz gut sehen. Natürlich mit den Monstern im Mittelpunkt! Der andere Block ist wieder eher abstrakt. Und wenn ich mir Oceaniss‘ Block dazwischen so anschaue, dann könnte ich mir auch einen Quilt nur mit ganz verschiedenen bunten Ananas-Blöcken sehr gut vorstellen. Die wie gewohnt tolle Anleitung gibt es hier bei Allie and me inkl. einer weiteren Anleitung für einen ähnlichen Block. Den hebe ich mir mal für „schlechte Zeiten“ auf.

Leider haben sich bei mir die Blöcke total gewellt. Ich werde da wohl nochmal mit dem Bügeleisen drübergehen. Notfalls werden die Falten dann einfach weggequiltet am Ende. Da kenne ich nix! Und so in etwa werden die beiden Decken dann zur Halbzeit aussehen:

Und nun? Endlos lange 24 Tage warten bis zum Juli! Schaut doch mal solange was die anderen genäht haben. Das findet ihr bei Allie and me wenn ihr im oben verlinkten Beitrag ganz nach unten scrollt!

[6K12B] Der Aprilblock „Dresden Plate“

Puh! Aeh ja…. das waren zumindest meine ersten Gedanken. Und damit war ich vermutlich nicht alleine. Das April-Muster war schon ziemlich anders als die ersten drei Muster. Sehr floral und halt rund. Nicht eckig. Dresden Plate nennt sich dieses Patchwork- Muster, und das macht es definitiv sympatisch und da ich ja auch dabei bin um Neues auszuprobieren und zu lernen war klar dass ich auch diesen Monate mitmache. Und ja, auch per Hand, ist doch klar!

Beim Zuschnitt war ich erst etwas irritiert, die einzelnen Teile sind doch im Verhältnis zur Grundfläche sehr groß… viel zu groß, die ragen ja drüber!

Nach dem Nähen der Spitzen wurde es schon etwas besser, passt aber noch nicht wirklich drauf….

Das Zusammennähen war dieses Mal Maßarbeit, da muss ja auch das erste Teil mit dem letzten dann endlich einen Kreis ergeben. Da die Mitte aber noch mit einem Kreis verdeckt wird habe ich einfach mal passend gebügelt. Und ja, mit Dampf – mit ordentlich Dampf! Jetzt fängt es an gut auszusehen.

Auf die Mitte gehört ein Kreis. Und hier habe ich tatsächlich mal richtig was gelernt, nämlich wie man nahezu perfekte und vor allem runde Kreise erstellt! Juhu. Das ist sogar ziemlich einfach. Ein Stück Stoff mit einem etwas größeren Durchmesser als der fertige Kreis (muss nicht exakt ausgeschnitten sein) und eine Schablone mit dem exakten endgültigen Kreisdurchmesser aus Pappe. Mehr braucht es dazu nicht. In diesem Fall habe ich übrigens die Mitte des Kreises noch mit einem weißen Stoff hinterlegt damit das Muster nicht durchscheint. Außen einmal mit der Hand herumnähen, dann die Pappe einlegen und den Faden zusammenziehen. Es entsteht ein Kreis. Den Ordentlich bügeln und die Pappe wieder entfernen und da ist er, der perfekte Kreis bzw zwei Kreise!
  

Nachdem alles gut fixiert ist kommt der meditative Teil des Ganzen. Mit der Hand auf den Hintergrund applizieren. Irritierende Frage des Mannes: „Was machst du denn da?? Du hast doch eine Nähmaschine!“ Tja schon, aber ich will ja nicht dass man die Stiche sieht, und das geht nach wie vor leider nur mit der Hand und nicht mit der Maschine. Kann man sehr gut abends vorm Fernseher machen, wenn schon denn schon!
 

Hier ist das fertige Ergebnis! Zwei Dresden Plates, in bunt und in schwarzweiß! I like!
 

Wer noch Dresden Plates sehen möchte guckt hier bei der Quiltmanufaktur. Da gibt es auch die Anleitung dazu und ein spezielles Lineal mit dem man sich die Arbeit vereinfachen kann.

Upcycling: Patchwork-Stoffbeutel

Hier herrscht das Chaos! Und zwar in der Schublade mit den Einkaufsbeuteln. Jede Menge Werbebeutel, einer hübscher als der andere. Wegwerfen tut man die ollen Dinger ja irgendwie nicht (ich zumindest nicht), denn sie sind eine praktische und umweltfreundliche Alternative zu Plastiktüten. Aber benutzen mag man sie auch nicht so wirklich.

Also hab ich mal sortiert in „ist gammelig, fleckig und geht gar nicht mehr“ und „wäre total gut, wenn nicht dieser doofe Werbeaufdruck drauf ist“. Aber dagegen kann man ja was tun. In meiner Stoffrestekiste lagen noch haufenweise zugeschnittene Streifen, die ich mal für ein anderes Projekt zugeschnitten, dann aber doch nicht vernäht habe. Perfekt geeignet.

Für die erste Tasche habe ich einfach mal alle gelben und roten Streifen aneinandergenäht. Die vier Seiten umgebügelt und dann gut festgesteckt und aufgenäht. Yeah! Eine hübsche Tasche die ich jetzt auch wieder gern mitnehme zum Einkaufen oder auch allgemein zum Transport von Dingen!

Für den zweiten Beutel habe ich mir die pinken Streifen genommen, mit braun ergänzt und ganz mutig noch ein bisschen mehr gepatcht. Juhu! Noch ein hübscher Beutel! Hier hab ich dann auch mal Vliesofix anstelle von Stecknadeln genommen um den Stoff auf dem Beutel zu fixieren. Geht doch noch ein bisschen besser und sauberer.
 

Bei Nummer drei war ich dann noch mutiger. Nachdem ich die türkisen Streifen mit den Eulen und schwarze Streifen aneinandergenäht habe, habe ich sie einfach diagonal wieder getrennt, einmal gedreht und wieder aneinandergenäht. Und rauf auf den Beutel – Nummer drei ist fertig.
  

Und dann war da noch dieser schwarze Beutel mit einem recht schmalen Werbeaufdruck – dafür aber beidseitig. Da habe ich ein wenig mit den pink-rosa Stoffen gespielt und den Streifen nochmal diagonal geteilt. Geht auch!

Insgesamt sind so heute ganze fünf bunte Stoffbeutel entstanden und ich freue mich schon auf den nächsten Großeinkauf am Wochenende! Hier mal die Patchworkbeutelparade – bis auf den schwarzen Beutel, den habe ich irgendwie beim Spaziergang zu Hause vergessen, sowas aber auch!


 

Fazit: Schnelles Projekt für zwischendurch aus Resten, die vermutlich jeder, der näht eh zu Hause hat. Und da das ja irgendwie auch Patchwork-Taschen sind verlinke ich das Ganze mal beim Taschen Sew-Along von greenfietsen und 4freizeiten. Das März-Thema „Patch it! Tasche trifft Patchwork“ passt doch ganz gut. Wobei das Januarthema „Stoffbeutel“ auch gepasst hätte.

[6K12B] Der Märzblock „Broken Dishes“

Und weiter geht es mit dem großen Patchwork- und Quilt-Abenteuer. Wer nicht weiß worum es geht, der kann das Ganze hier mal nachlesen. Ein Quilt-A-Long ist schon eine spannende Sache, ich bin nach wie vor sehr happy dabei zu sein.

Der Märzblock heißt „Broken Dishes“, also zerbrochenes Geschirr. Er besteht aus 16 Half-Sqare-Triangles (HST) pro Block.  Da ich wie auch in den Vormonaten zwei verschiedene Blöcke nähen werde brauchte ich also ganze 32 Stück davon. Einmal in bunt und einmal in schwarzweiß. Die Anleitung zum März-Block findet ihr bei Verena vom Blog „einfach bunt…“.

Die Stoffauswahl geht bei mir recht fix. Ich habe meistens schnell eine Idee im Kopf und setze die dann einfach um. Für die bunten Stoffe hatte ich die gelbweißen Vichy-Karos noch nicht verwendet. Zusammen mit den bunten Punkten gibt das einen schönen fröhlichen Block. Bei den schwarzweißen Stoffen habe ich mich dieses mal auf lediglich ein Muster beschränkt.

Schnell die einzelnen HST zusammengenäht und dann wollte das Junimädchen unbedingt mit puzzlen und Muster legen. Nur war sie absolut nicht davon zu überzeugen das Ganze auch quadratisch zu machen, da musste ich doch selbst mit Hand anlegen.

Es gibt aber auch unendlich viele verschiedene Möglichkeiten der Anordnung. Hier mal ein paar Varianten!

 

Auf Pinterest findet man auch noch ganz tolle Varianten nur mit HST-Zuschnitten. Da könnte ich auch stundenlang stöbern. Zu guter letzt ist es aber wie auch in den Vormonaten schon das originale Muster geworden. Wenn schon denn schon, austoben kann ich mich ja immer noch. Und falls ihr mal sehen wollt, wie das Ganze dann von hinten aussieht, gibt es davon auch noch ein Foto. Ich finde ja, ich hab das relativ ordentlich gemacht, dieses Mal….

Beim bunten Block hatte ich zwei Möglichkeiten der Anordnung, entweder die gelbweißen Karos als durchgehender Streifen oder die bunten Punkte. Sieht beides gut aus, die Karos bilden aber dann doch noch mehr eine einheitliche Strecke.

Zusammengenäht habe ich den Block etwas anders als in der Anleitung beschrieben. Ich habe zunächst vier kleine Blöcke aus jeweils vier HST genäht. Dabei habe ich jeweils in der Mitte angefangen zu nähen, damit die Spitzen der Dreiecke möglichst passgenau aufeinandertreffen. Diese vier Blöcke habe ich anschließend zu dem finalen großen Broken-Dishes-Block zusammengefügt. Auch hierbei habe ich jeweils in der MItte angefangen zu nähen um die Kreuzungspunkte möglichst gut zu treffen. Ich denke das hat sich gelohnt. Nur ist der bunte Block irgendwie doch ein Stückchen größer geworden als er sollte. Vielleicht brauche ich doch ein Inch-Nähfüßchen.

Und damit ist dieser Monat auch schon abgearbeitet. Ich freue mich schon auf den April und bin echt super gespannt, was uns da für ein Muster erwartet! Vielen Dank wie immer an die tolle Anleitung und die ganze Mühe!

 

 

Taschen braucht die Frau!

Taschen braucht die Frau! Handtaschen im Besonderen!

Im letzten Sommer, ziemlich hochschwanger hatte ich etwas Zeit. Und da ich schon länger mit der Schnabelina Bag geliebäugelt hatte war das das perfekte Projekt. Das Schnittmuster gibt es kostenlos bei Schnabelina im Blog.

Insgeheim dachte ich mir auch, dass das Augustbaby bestimmt pünktlich kommt, wenn ich mir noch so ein relativ kompliziertes Nähprojekt vornehme. Und da das Thema Entrümplung bzw. Upcycling hier ja nach wie vor sehr präsent ist habe ich gleich mal alte Hosen verwertet. Die hatte die Oma der beiden Mädels aussortiert. Wegwerfen wäre echt schade gewesen, ein schöner ziemlich hochwertiger Wollstoff mit Karomuster und diverse Jeans. Und meine Figur ist dezent anders als die der Oma! Das würde lustig aussehen.

Erst mal die Schnabelina Bag in Mini, das ist die kleinste Größe. Bis auf das Vlies zur Verstärkung und das Gurtband habe ich nichts neu gekauft sondern alles aus dem Fundus verwendet.
Außen ist auf der einen Seite eine runde, aufgesetzte Außentasche und auf der anderen Seite eine schmale, aufgesetzte Außentasche und eine Einschubtasche dahinter versteckt. Durch das Zip-It-Seitenteil bekommt die Tasche bei Bedarf sogar noch mehr Volumen!
Getragen werden kann die Tasche entweder an den aus Gurtband fest angebrachten Henkeln oder mit einem Schultergurt, den ich ggf. nochmal nähen müsste.

   

Innen gibt es sowohl eine Reißverschlusstasche als auch Unterteilungen an der anderen Seite. Zusätzlich kann ein Karabinerhaken mit einem Schlüssel oder ähnlichem an einen D-Ring angeklipst werden. Das finde ich immer recht praktisch.

 

Tasche fertig, Augustbaby denkt nicht daran den gemütlichen Bauch zu verlassen. So war das aber nicht geplant. Folglich mussten härtere Geschütze aufgefahren werden: die Schnabelina Bag in Small. Diesesmal in Braunbeige mit pinken Akzenten. Die Stoffe sind wieder recyclete Hosen der Oma. Hier habe ich das Innenfutter und das pinke Gurtband gekauft. Das Paspelband ist selbst gemacht.

Und juhu, die Tasche ist dann auch nicht mehr fertig geworden. Da wollte das Augustbaby dann doch vorher raus.

Bis vor wenigen Tagen lagen hier die beiden fertigen Außenteile und die restlichen Schnittteile herum. Nichts Halbes, nichts Ganzes.

Auch diese Tasche wird von der Machart wie die kleine. Außentaschen, Innentaschen – das hat sich bewährt. Hier auch nochmal einen Blick ins Innere der Außentasche. Das weiße ist das Vlies zur Verstärkung. Die Tasche soll ja auch schönen Stand haben und nicht in sich zusammenfallen.

 

Und jetzt habe ich zwei Taschen. in die braune Tasche passt richtig gut was rein. Die kann ich mir gut zum Einkaufen vorstellen.

Übrigens – die kleine Tasche war für mich perfekt für den Kreissaal. Passte perfekt alles vom Schokoriegel über CDs, Brille, Buch und Papiere rein.

 

Fazit: Ja, es ist definitiv ein aufwändigeres Nähprojekt und sicher nichts, was ein blutiger Anfänger schafft. Es ist aber mit ein bisschen Erfahrung durchaus sehr gut machbar, besonders auch auf Grund der richtig guten und detaillierten Anleitung. Wenn man sich daran hält klappt das prima. Und das alles noch komplett kostenlos. Ich sage auf diesem Wege herzlichen Dank. Vielleicht nähe ich irgendwann auch nochmal die richtig große Tasche!

Auf Facebook gibt es übrigens eine Gruppe in der diese Tasche gemeinsam genäht wird. Wer sich alleine nicht traut ist da gut aufgehoben: „Schnabelina gemeinsam nähen 1.0“

[DIY] Faschingskostüm „Pinke Hexe“

Immer wieder im Februar steht auch der Fasching vor der Tür. Und auch wenn ich selbst bekennender Faschingsmuffel bin, so ist das Junimädchen doch voller Vorfreude. Irritierenderweise will sie tatsächlich nicht Elsa sein. Und auch nicht Anna. Huch huch, aber das kommt mir sehr gelegen. Hier ist mittlerweile eh deutlich zu viel Eiskönigin im Haus.

Dieses Jahr will das Junimädchen eine Hexe sein (letztes Jahr Zauberer)! Und da man ja mit bald fünf Jahren auch mitmachen kann haben wir zusammen gebastelt!

Der Hexenrock besteht aus einem breiten Gummiband, dass wir passend zum Hüftumfang zusammengenäht haben. Ohne Nähmaschine macht ihr einfach einen Knoten, hält auch. Aus Tüll in pink, hellblau und flieder (Farben selbst ausgesucht) haben wir mit einfachen Schlaufen jede Menge Bänder angeknotet. Teufelszeug dieser Tüll, hui! Aber die Farbkombi gefällt mir echt gut, obwohl ich das so nie ausgesucht hätte.
Mit schwarzem Shirt und dunkler bzw. pinker Strumpfhose sieht das auch so schon richtig cool aus.

 

 

Beim Hexenumhang mag ich im Kita-Alter keine Bindebänder am Hals. Da ist mir persönlich die Strangulationsgefahr einfach zu groß. Also habe ich fix einen Poncho genäht. Vorlage ist das Cosy Cape von Pattydoo.

Das Schnittmuster gibt’s kostenlos. Ich habe das Hinterteil etwas verlängert, das Vorderteil verkürzt und jeweils hinten und vorne Zacken geschnitten. Am Halsausschnitt hält Bündchenstoff den Poncho zusammen. An den Ärmelöffnungen gibt pinkes Schrägband einen netten Kontrast. Die Zacken habe ich einfach mit Zickzackstich versäubert. Wer es noch schicker haben will nimmt auch hier Schrägband. Fertig ist der Hexenumhang. Nach Fasching wandert der mit dem Rock zusammen in die Verkleidungskiste!

Ohne Nähmaschine nehmt ihr einen nicht-fransenden Stoff (z.B. Jersey) und schneidet einen Kreis aus. Kreisdurchmesser gleich Länge des Umhangs. Auch hier könnt ihr Fransen oder Zacken nach Belieben schneiden. Bei Jersey kann man die Fransen auch noch schick ein bisschen in der Länge dehnen. In die Mitte dann ein Loch für den Kopf (nicht zu groß) und evtl. seitlich daneben noch zwei Ärmelöffnungen.

 

 

Der Hexenhut besteht aus je einem Viertelkreis schwarzem Stoff für innen und außen. Kreisdurchmesser gleich Länge der Spitze.  Damit der Hut schönen Stand hat müsst ihr den auf jeden Fall noch verstärken. Ich hatte hier noch ein schwarzes Tischset aus Stoff was wir nie benutzt haben. Das war schön dick gefüttert. Den einen Viertelkreis mit der verstärken und beide jeweils separat an den langen Seiten zusammennähen, beim Innenstoff eine Wendeöffnung lassen.  Rechts auf rechts zusammennähen, wenden, Wendeöffnung schließen und hoffen dass es dem Kind passt 😉 Ich habe oben noch ein paar Tüllstreifen (Teufelszeug, sagte ich das schon?) mit eingenäht.

 

 

Leider war das tolle Tischset dann im Praxistest deutlich zu steif, der Hut hielt einfach nicht auf dem Kopf. Also habe ich alles wieder aufgetrennt, das Tischset entfernt und dann durch lila Kunstleder als Verstärkung ersetzt. Das lag hier noch in der Restekiste, hatte ich mal gekauft und hat mich von der Qualität so gar nicht überzeugt. Zum Füttern des Hexenhuts aber ideal. Eine Krempe habe ich dem Hut dann auch noch genäht. Wenn schon denn schon.

Ohne Nähmaschine könnt ihr den Hut auch aus schwarzer Pappe basteln. Dann evtl. mit einem Gummiband versehen damit er nicht vom Kopf rutscht.

Hexe fertig, Kind glücklich! Und nach Fasching wandert das Kostüm mit in die Verkleidungskiste. Der Rock passt ewig dank des Gummibands! Vielleicht mag das Augustbaby in vier Jahren ja auch eine Hexe sein. Wir werden es sehen.

Falls ihr das nachbastelt freue ich mich über Bilder. Gern auch per Mail. Wenn ihr wollt stelle ich eure Werke gern auch hier mit Verlinkung zu eurem Blog (falls vorhanden) online.

Oceaniss‘ Tochter ist übrigens auch eine pinke Hexe. Schaut mal bei ihr vorbei: Pinke Hexe!

Und ganz auf die letzte Minute verlinke ich den Beitrag noch beim Karnevals Sew Along von Malamü!

Helau!

Spaziergang im Schnee

Es hat geschneit. Alles ist weiß. Und dazu ist die Luft trocken. Das perfekte Wetter für einen schönen Schneespaziergang mit dem Augustbaby. Die ersten vier Monate hat sie den Kinderwagen komplett boykottiert, ein absolutes Tragebaby. Und das wo ich doch so eine schöne Kinderwagentasche genäht habe. Recycled (bzw. upcycled nennt man das wohl eher) aus alten Jeans vom Mann und mir. Nach dem Schnittmuster Easybag von Schnabelina.

(Für Taschenfotos bitte weiter unten gucken.)

Und da das Augustbaby ja nun seine Abneigung gegen den Kinderwagen aufgegeben hat, haben wir uns warm eingepackt und sind raus. Der Fotoapparat musste mit.

Und auch die Kinderwagentasche macht sich richtig gut im Praxistest. Mit kleinen Karabinerhaken ist sie schnell am Kinderwagen angebracht und dank Schultergurt kann ich sie auch so benutzen.

Fotoshootings im Schnee machen Spaß. Ich hoffe wir haben noch länger etwas weißes Winterwetter. Auch wenn das Kinderwagenfahren dann doch etwas eingeschränkt ist.

Und da heute praktischerweise Dienstag ist geht dieser Post mit zum Creadienstag und zu „old jeans new bag“!

Und falls irgendwer alte Jeans rumliegen hat – nicht wegwerfen, ich nehme die gern!