[Tutorial] Stoffreste-Memory

Das Junimädchen spielt total gerne Memory. Und sie ist darin auch richtig gut und zockt uns Große gern ab. Mit fünf Jahren geht das. Leider möchte das Augustbaby auch gern mitspielen und grabscht nach den Karten und steckt die in den Mund. Das sorgt hier regelmäßig für Stress unter den Schwestern.

Abhilfe schafft das unser neues Stoffrestememory, was ich aus Stoffresten (wie der  Name ja schon sagt) genäht habe. Das ist super. Die Kleine kann die Stoffkarten hemmungslos knautschen und schmeißen und wegen mir auch in den Mund nehmen und die Große kann spielen.

Material:

  • Stoffreste aller Art – auch kleinste Fitzel lassen sich hier sehr schön verarbeiten
  • Einheitlicher Stoff für die Vorder- und Rückseiten der Karten (Menge hängt von der Anzahl der Karten ab)
  • Verstärkung für die Karten, was halt da ist. Volumenvlies (H630 oder sogar H640) macht sich sicherlich gut, damit es etwas griffiger wird. Ich habe tatsächlich einfach Bastelfilz genommen, der lag hier noch rum, der musste weg.

Anleitung:

Aus dem einheitlichen Stoff schneidet ihr pro Memorykartenpaar vier Quadrate aus. Ich habe hier 10×10 cm genommen, das ergibt bei einer Nahtzugabe von einem Zentimeter hinterher Karten von 8×8 cm Größe und passt gut in kleine Hände. Gut und schnell geht das Zuschneiden mit einem Rollschneider. Etwas langsamer natürlich auch mit einer Schere.

Von der Verstärkung braucht ihr pro Kartenpaar jeweils zwei Quadrate von 8×8 cm (also der hinterher fertigen Kartengröße). Falls ihr Volumenvlies verwendet könnt ihr das einfach mittig auf die Rückseite der Hälfte der Quadrate gemäß Herstellerangaben aufbügeln. Alles andere wird aufgenäht. Ich habe das einfach diagonal mit einem kontrastfarbigen Nähgarn gemacht.

Jetzt kommen die Stoffreste zum Einsatz. Ihr braucht pro Kartenpaar zwei gleiche Stoffstücke. Die können jede beliebige Form haben, maximal natürlich die Größe der Karten. Die Stoffe näht ihr einfach auf die rechte Seite der verstärkten Stoffteile auf. Theoretisch könnt ihr die natürlich vorher noch mit Vliesofix fixieren und aufbügeln, das habe ich mir aber erspart. Hier kann und darf gern gepfuscht werden. Ein paar Falten machen das nämlich für kleine Kinder und Babys nochmal viel spannender. Wer Lust hat verziert die Karten nun noch mit ein paar farbigen Kontrast- oder Ziernähten. Webbänder gehen auch schön.

Wenn alle Stoffstücke aufgenäht sind nehmt ihr jeweils ein unbenähtes Quadrat und ein benähtes, verstärktes Quadrat, legt diese rechts auf rechts aufeinander und näht mit einem Zentimeter Nahtzugabe einmal ringsum. Wendeöffnung nicht vergessen 😉 Die Nahtzugabe könnt ihr dann noch ein Stück zurückschneiden.

Nun noch wenden und die Ecken mit einem Stäbchen oder ähnlichem ausformen. Einmal rundherum absteppen, dabei wird die Wendeöffnung praktischerweise gleich mit verschlossen.
 

Fertig ist euer Stoffrestememory. Zur Zeit hat das Augustbaby viel Freude daran, die einzelnen Teile aus dem Körbchen zu ziehen und in der Gegend zu verteilen. 

Viel Spaß beim Nachnähen und Spielen! Und wer ein Memory nach meiner Anleitung genäht hat und gern hier verlinkt werden möchte – schreibt mir einfach einen Kommentar mit Link zum Blog.

 

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Über Ina

Ich heiße Ina und wohne mit meiner Familie kurz vor den Toren von Hamburg in Niedersachsen. Hier wuseln seit 2012 noch das Junimädchen und seit 2016 das Augustbaby rum. Damit sind wir zu viert und komplett.

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