Archiv für den Monat: April 2017

[6K12B] Der Aprilblock „Dresden Plate“

Puh! Aeh ja…. das waren zumindest meine ersten Gedanken. Und damit war ich vermutlich nicht alleine. Das April-Muster war schon ziemlich anders als die ersten drei Muster. Sehr floral und halt rund. Nicht eckig. Dresden Plate nennt sich dieses Patchwork- Muster, und das macht es definitiv sympatisch und da ich ja auch dabei bin um Neues auszuprobieren und zu lernen war klar dass ich auch diesen Monate mitmache. Und ja, auch per Hand, ist doch klar!

Beim Zuschnitt war ich erst etwas irritiert, die einzelnen Teile sind doch im Verhältnis zur Grundfläche sehr groß… viel zu groß, die ragen ja drüber!

Nach dem Nähen der Spitzen wurde es schon etwas besser, passt aber noch nicht wirklich drauf….

Das Zusammennähen war dieses Mal Maßarbeit, da muss ja auch das erste Teil mit dem letzten dann endlich einen Kreis ergeben. Da die Mitte aber noch mit einem Kreis verdeckt wird habe ich einfach mal passend gebügelt. Und ja, mit Dampf – mit ordentlich Dampf! Jetzt fängt es an gut auszusehen.

Auf die Mitte gehört ein Kreis. Und hier habe ich tatsächlich mal richtig was gelernt, nämlich wie man nahezu perfekte und vor allem runde Kreise erstellt! Juhu. Das ist sogar ziemlich einfach. Ein Stück Stoff mit einem etwas größeren Durchmesser als der fertige Kreis (muss nicht exakt ausgeschnitten sein) und eine Schablone mit dem exakten endgültigen Kreisdurchmesser aus Pappe. Mehr braucht es dazu nicht. In diesem Fall habe ich übrigens die Mitte des Kreises noch mit einem weißen Stoff hinterlegt damit das Muster nicht durchscheint. Außen einmal mit der Hand herumnähen, dann die Pappe einlegen und den Faden zusammenziehen. Es entsteht ein Kreis. Den Ordentlich bügeln und die Pappe wieder entfernen und da ist er, der perfekte Kreis bzw zwei Kreise!
  

Nachdem alles gut fixiert ist kommt der meditative Teil des Ganzen. Mit der Hand auf den Hintergrund applizieren. Irritierende Frage des Mannes: „Was machst du denn da?? Du hast doch eine Nähmaschine!“ Tja schon, aber ich will ja nicht dass man die Stiche sieht, und das geht nach wie vor leider nur mit der Hand und nicht mit der Maschine. Kann man sehr gut abends vorm Fernseher machen, wenn schon denn schon!
 

Hier ist das fertige Ergebnis! Zwei Dresden Plates, in bunt und in schwarzweiß! I like!
 

Wer noch Dresden Plates sehen möchte guckt hier bei der Quiltmanufaktur. Da gibt es auch die Anleitung dazu und ein spezielles Lineal mit dem man sich die Arbeit vereinfachen kann.

Patchwork-Loop im April

Die Restekiste, ein leidiges Thema bei mir (wie wohl bei jedem, der näht). Ich bin da ein kleiner Stoff-Messie, könnte ich ja noch brauchen, vielleicht für ne Applikation? Who knows….

Wenn das Ding aber übervoll ist und der Deckel nicht mehr zu geht besteht Handlungsbedarf! Also hab ich das Ganze nach Farben sortiert. Blaugrau war ne ganze Menge da.

In gleichbreite Stücke geschnitten sieht das doch schon viel ordentlicher aus! Hier mal sowohl blaugrau als auch türkis.

Normal rechts auf rechts zusammennähen kann man machen, sieht aber auch ein bisschen langweilig aus. Hier wäre jetzt eine Coverlock großartig. Alternativ auch eine Overlock-Maschine. Hab ich aber beides nicht, muss also auch mit der normalen Nähmaschine gehen.

Mit dem Fake-Overlock-Stich meiner Nähmaschine habe ich also zunächst eine lange Bahn links auf links zusammengenäht. Mit einer Kontrastfarbe – Orange – Komplementärfarben gehen immer gut!

Da so allerdings die Nähte doch sehr hervorstehen bin ich anschließend nochmal mit einem Zickzackstich drübergegangen. Nun liegt das Ganze schön flach und ordentlich aufgerollt. Das Schöne an einem Loop ist ja auch, dass es nicht ganz so dramatisch ist, wenn es nicht ganz grade wird. Der kruschelt sich ja hinterher eh um den Hals rum. Auch auf den Fadenlauf muss man da nicht ganz so genau achten.

Insgesamt braucht man für einen Loop in Erwachsenen-Größe ein ca. 1,50×70 cm großes Stoffstück. Die lange Rolle habe ich also in 150 cm lange Stücke geschnitten und wieder zusammengenäht, ergänzt mit einem dunkelblauen Sweat, damit ich auf die richtige Breite komme.
Hier auch mal wieder rechts auf rechts zusammengenäht, das wird sonst echt arg dick an den Kreuzungspunkten und geht nicht mehr gut durch die Maschine durch. Kontraste habe ich auch so genug.

An den Längsseiten wird das Stoffstück nun zusammengenäht, so dass ein langer Schlauch entsteht.

Wie genau dann daraus ein Loop wird, dafür gibt es unzählige Tutorials, zum Beispiel hier bei Mamahoch2. Mein Loop ist nun fertig und genauso cool und kuschelig geworden wie ich mir das vorgestellt habe.

Die nächsten beiden Patchwork-Loops sind schon in der Vorbereitung, einmal in türkis-grau und einmal in schwarz-bunt. Aber die gibt es ein anderes Mal, jetzt laufen hier wieder die Ostervorbereitungen!

Und damit ab zu dem Jahres-Sew-Along von Fräulein An, da lautet das Aprilthema „gut beTucht“. So ein Zufall 😉