Archiv für den Monat: März 2017

Mein Lieblingshoodie im März

Beim großen Jahres-Sew-Along von Fräulein An dreht sich im März alles um Hoodies. Oder wie wir früher, damals, gesagt haben – Kapuzenpullis! Da mach ich mal wieder mit, auch wenn es bis zum Ende des Monats gedauert hat. Irgendwie kommt man ja mal wieder zu nüscht!

Der Stoff war schon gut abgelagert. Als ich den gesehen habe hatte ich sofort dieses „habenwollen“-Gefühl und wusste auch schon dass ich mir daraus mal nen Hoodie nähen würde. Als ich den dann aber vor drei Wochen hier ausgebreitet habe um zuzuschneiden, da wirkte das Ganze nun eher ein wenig bieder… und als auch noch der Mann fragte ob ich mir denn nun eine Küchenschürze nähen wollte…. da war irgendwie schon wieder die Luft raus. Doof, dabei hatte ich mich doch so auf genau diesen Stoff gefreut.

Auf Facebook hatte ich dann zufällig ein Bild gesehen, gleicher Stoff – anderer Schnitt, sah sehr cool aus. Also habe ich fertig zugeschnitten, das Ganze dann noch mit senffarbenem Jersey fürs Innenfutter der Kapuze und der Taschen ergänzt und da ist er – mein Lieblingshoodie!

Schnittmuster: Lynn von Pattydoo
Material: Just Paisley Sommersweat von Hamburger Liebe, senfgelber Jersey, gelbes Leder, gelbe Kordel, schwarzes Bündchen

Und hier noch ein paar Details:

Tja, und weil leider nicht alles so glatt läuft wie ich das gern hätte wäre ein passender Untertitel für diesen Blogpost auch „… und wie ich auf den letzten Metern nochmal alles richtig verkackt habe!“ Ich wollte nämlich das Ganze gern noch mit passendem gelben Leder aufwerten. Als Verstärkung unter den Ösen hat das auch recht gut geklappt. Auch das Reinhämmern der Ösen lief mal richtig gut, Als ich aber dann auch noch die seitlichen Eingriffstaschen mit Leder verzieren wollte ging plötzlich gar nichts mehr. Ich vermute mal, es lag an der Nadel, vielleicht die falsche Stärke. Wer weiß das schon. Ich nehms mit Humor und mag den Hoodie trotzdem total gern. Der ist nämlich sehr bequem und außerdem suche ich eh noch nach einer passenden dicken Kordel für die Kaputze. Das dicke gelbe Band ist erst mal nur eine Notlösung! Vermutlich dann eine Dauerlösung, so wie das mit Notlösungen so ist.

Upcycling: Patchwork-Stoffbeutel

Hier herrscht das Chaos! Und zwar in der Schublade mit den Einkaufsbeuteln. Jede Menge Werbebeutel, einer hübscher als der andere. Wegwerfen tut man die ollen Dinger ja irgendwie nicht (ich zumindest nicht), denn sie sind eine praktische und umweltfreundliche Alternative zu Plastiktüten. Aber benutzen mag man sie auch nicht so wirklich.

Also hab ich mal sortiert in „ist gammelig, fleckig und geht gar nicht mehr“ und „wäre total gut, wenn nicht dieser doofe Werbeaufdruck drauf ist“. Aber dagegen kann man ja was tun. In meiner Stoffrestekiste lagen noch haufenweise zugeschnittene Streifen, die ich mal für ein anderes Projekt zugeschnitten, dann aber doch nicht vernäht habe. Perfekt geeignet.

Für die erste Tasche habe ich einfach mal alle gelben und roten Streifen aneinandergenäht. Die vier Seiten umgebügelt und dann gut festgesteckt und aufgenäht. Yeah! Eine hübsche Tasche die ich jetzt auch wieder gern mitnehme zum Einkaufen oder auch allgemein zum Transport von Dingen!

Für den zweiten Beutel habe ich mir die pinken Streifen genommen, mit braun ergänzt und ganz mutig noch ein bisschen mehr gepatcht. Juhu! Noch ein hübscher Beutel! Hier hab ich dann auch mal Vliesofix anstelle von Stecknadeln genommen um den Stoff auf dem Beutel zu fixieren. Geht doch noch ein bisschen besser und sauberer.
 

Bei Nummer drei war ich dann noch mutiger. Nachdem ich die türkisen Streifen mit den Eulen und schwarze Streifen aneinandergenäht habe, habe ich sie einfach diagonal wieder getrennt, einmal gedreht und wieder aneinandergenäht. Und rauf auf den Beutel – Nummer drei ist fertig.
  

Und dann war da noch dieser schwarze Beutel mit einem recht schmalen Werbeaufdruck – dafür aber beidseitig. Da habe ich ein wenig mit den pink-rosa Stoffen gespielt und den Streifen nochmal diagonal geteilt. Geht auch!

Insgesamt sind so heute ganze fünf bunte Stoffbeutel entstanden und ich freue mich schon auf den nächsten Großeinkauf am Wochenende! Hier mal die Patchworkbeutelparade – bis auf den schwarzen Beutel, den habe ich irgendwie beim Spaziergang zu Hause vergessen, sowas aber auch!


 

Fazit: Schnelles Projekt für zwischendurch aus Resten, die vermutlich jeder, der näht eh zu Hause hat. Und da das ja irgendwie auch Patchwork-Taschen sind verlinke ich das Ganze mal beim Taschen Sew-Along von greenfietsen und 4freizeiten. Das März-Thema „Patch it! Tasche trifft Patchwork“ passt doch ganz gut. Wobei das Januarthema „Stoffbeutel“ auch gepasst hätte.

[6K12B] Der Märzblock „Broken Dishes“

Und weiter geht es mit dem großen Patchwork- und Quilt-Abenteuer. Wer nicht weiß worum es geht, der kann das Ganze hier mal nachlesen. Ein Quilt-A-Long ist schon eine spannende Sache, ich bin nach wie vor sehr happy dabei zu sein.

Der Märzblock heißt „Broken Dishes“, also zerbrochenes Geschirr. Er besteht aus 16 Half-Sqare-Triangles (HST) pro Block.  Da ich wie auch in den Vormonaten zwei verschiedene Blöcke nähen werde brauchte ich also ganze 32 Stück davon. Einmal in bunt und einmal in schwarzweiß. Die Anleitung zum März-Block findet ihr bei Verena vom Blog „einfach bunt…“.

Die Stoffauswahl geht bei mir recht fix. Ich habe meistens schnell eine Idee im Kopf und setze die dann einfach um. Für die bunten Stoffe hatte ich die gelbweißen Vichy-Karos noch nicht verwendet. Zusammen mit den bunten Punkten gibt das einen schönen fröhlichen Block. Bei den schwarzweißen Stoffen habe ich mich dieses mal auf lediglich ein Muster beschränkt.

Schnell die einzelnen HST zusammengenäht und dann wollte das Junimädchen unbedingt mit puzzlen und Muster legen. Nur war sie absolut nicht davon zu überzeugen das Ganze auch quadratisch zu machen, da musste ich doch selbst mit Hand anlegen.

Es gibt aber auch unendlich viele verschiedene Möglichkeiten der Anordnung. Hier mal ein paar Varianten!

 

Auf Pinterest findet man auch noch ganz tolle Varianten nur mit HST-Zuschnitten. Da könnte ich auch stundenlang stöbern. Zu guter letzt ist es aber wie auch in den Vormonaten schon das originale Muster geworden. Wenn schon denn schon, austoben kann ich mich ja immer noch. Und falls ihr mal sehen wollt, wie das Ganze dann von hinten aussieht, gibt es davon auch noch ein Foto. Ich finde ja, ich hab das relativ ordentlich gemacht, dieses Mal….

Beim bunten Block hatte ich zwei Möglichkeiten der Anordnung, entweder die gelbweißen Karos als durchgehender Streifen oder die bunten Punkte. Sieht beides gut aus, die Karos bilden aber dann doch noch mehr eine einheitliche Strecke.

Zusammengenäht habe ich den Block etwas anders als in der Anleitung beschrieben. Ich habe zunächst vier kleine Blöcke aus jeweils vier HST genäht. Dabei habe ich jeweils in der Mitte angefangen zu nähen, damit die Spitzen der Dreiecke möglichst passgenau aufeinandertreffen. Diese vier Blöcke habe ich anschließend zu dem finalen großen Broken-Dishes-Block zusammengefügt. Auch hierbei habe ich jeweils in der MItte angefangen zu nähen um die Kreuzungspunkte möglichst gut zu treffen. Ich denke das hat sich gelohnt. Nur ist der bunte Block irgendwie doch ein Stückchen größer geworden als er sollte. Vielleicht brauche ich doch ein Inch-Nähfüßchen.

Und damit ist dieser Monat auch schon abgearbeitet. Ich freue mich schon auf den April und bin echt super gespannt, was uns da für ein Muster erwartet! Vielen Dank wie immer an die tolle Anleitung und die ganze Mühe!