Archiv für den Monat: Januar 2017

Projekt: Resteverwertung

Wir haben zwei Kinderzimmer. Eins für das Junimädchen und eins für das Augustbaby. Zumindest theoretisch hätten wir das, würde nicht im zweiten Kinderzimmer noch allerhand stehen, was da so gar nicht hingehört. Unter anderem meine Nähmaschine inkl. sämtlichem Zubehör. Und da wir lange Zeit nicht wussten, das das Junimädchen nochmal große Schwester wird, habe ich mich da auch entsprechend ausgebreitet. Und Stoffreste gesammelt. War ja Platz! Das wird aber irgendwann dieses Jahr anders und so muss ich langsam aber sicher die Rest entweder wegwerfen (Neeeeiiiiin!!) oder verwerten.

Aus den Baumwoll-Webware-Resten habe ich angefangen Half-Square-Triangles (kurz HST) zu nähen. Das sind kleine Stoffquadrate die jeweils aus zwei Dreiecken bestehen. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Relativ einfach geht das indem man zunächst größere Stoffquadrate schneidet und diese dann jeweils zu zweit rechts auf rechts an allen vier Kanten aufeinandernäht.

Die zusammengenähten doppelten Quadrate schneidet man anschließend diagonal zu vier doppelten Dreiecken. Und wenn diese dann schön auseinandergebügelt sind hat man fertige HST, die man nur noch auf die richtige Größe trimmen muss. Meine HST sind jeweils 2 Inch groß. Das sind ca. 5 cm.

Bislang habe ich gut 200 davon geschafft. Für das Projekt, das mir im Kopf herumschwirrt benötige ich allerdings knapp 2.000 davon. Das wird lustig. Was das genau wird? Bleibt spannend. Ich weiß es, sonst niemand. Wenn ihr das auch wissen wollt, bleibt dabei, ich werde regelmäßige Updates posten, versprochen! Hie schon mal ein bisschen nach Farbe sortiert. Das hellgrüne ist übrigens ein altes aussortiertes Hemd des Mannes!

Spaziergang im Schnee

Es hat geschneit. Alles ist weiß. Und dazu ist die Luft trocken. Das perfekte Wetter für einen schönen Schneespaziergang mit dem Augustbaby. Die ersten vier Monate hat sie den Kinderwagen komplett boykottiert, ein absolutes Tragebaby. Und das wo ich doch so eine schöne Kinderwagentasche genäht habe. Recycled (bzw. upcycled nennt man das wohl eher) aus alten Jeans vom Mann und mir. Nach dem Schnittmuster Easybag von Schnabelina.

(Für Taschenfotos bitte weiter unten gucken.)

Und da das Augustbaby ja nun seine Abneigung gegen den Kinderwagen aufgegeben hat, haben wir uns warm eingepackt und sind raus. Der Fotoapparat musste mit.

Und auch die Kinderwagentasche macht sich richtig gut im Praxistest. Mit kleinen Karabinerhaken ist sie schnell am Kinderwagen angebracht und dank Schultergurt kann ich sie auch so benutzen.

Fotoshootings im Schnee machen Spaß. Ich hoffe wir haben noch länger etwas weißes Winterwetter. Auch wenn das Kinderwagenfahren dann doch etwas eingeschränkt ist.

Und da heute praktischerweise Dienstag ist geht dieser Post mit zum Creadienstag und zu „old jeans new bag“!

Und falls irgendwer alte Jeans rumliegen hat – nicht wegwerfen, ich nehme die gern!

[6K12B] Der Januarblock „Rolling Stone“

Der Januarblock heißt „Rolling Stone“. Woher der Name kommt könnt ihr bei Dorthe auf lalala-patchwork.de lesen. Was auf den ersten Blick so einfach aussieht war doch eine kleine Herausforderung. Es fing mit der Auswahl der Stoffe an.  Vielleicht hätte ich doch weniger nehmen sollen, ich konnte mich einfach nicht entscheiden.

Klar war, dass ich einen der Grautöne als Hintergrund nehme.  Sehr geholfen hat mir das Junimädchen und suchte zielsicher natürlich den Monsterstoff aus, und dann noch den mit dem bunten Punkten, und blau! Perfekt.

Ich wollte allerdings auch noch die schwarz-weiß gemusterten Stoffe verarbeiten und so war die Entscheidung schnell getroffen – werden es halt zwei Blöcke. Vielleicht schaffe ich ja jeden Monat zwei, dann wird es entweder eine richtig große Decke oder zwei Decken. Die Option lasse ich mir mal offen.

Das Zuschneiden ging dank neuem Lineal und neuen Klingen für den Rollschneider relativ fix. Ich habe mich tatsächlich bemüht, so genau wie möglich zu schneiden!

Genäht habe ich in Etappen, zuerst die insgesamt acht Eckquadrate für beide Blöcke, anschließend die Seitenteile aneinander und wieder auseinander. Gut feststecken hilft übrigens. Langsam nähen auch. Um genau einen viertel Inch Nahtzugabe zu erhalten habe ich bei meiner Maschine einfach die Nadelposition verstellt. So habe ich mir die Anschaffung eines speziellen Nähfußes erspart.

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Die kleinen Eckschnipsel sammele ich. Erstens kann ich eh keine Stoffreste wegwerfen und zweitens fällt mir dazu bestimmt noch was ein. Mit einer Diagonalen sehen die Ecken auch ziemlich spannend aus. Beim Zuschnitt für die Seitenteile des schwarz-weißen Musters habe ich tatsächlich auf den Verlauf der Dreiecke geachtet.  Hätte ich bei den gepunkteten Ecken auch mal machen sollen. Beim nächsten Mal.

Und dann lagen da jeweils neun Teile vor mir die „nur“ noch verbunden werden mussten. Für das erste Mal bin ich schon sehr zufrieden. Auch wenn hier und da sich die Ecken nicht 100prozentig genau treffen.

 

 

Ich hätte sicher hier und da noch genauer arbeiten können oder müssen aber das wird beim fertigen Quilt außer mir wohl niemandem auffallen. Und es muss ja auch noch Steigerungspotential geben übers Jahr.

Gier sind sie also, meine beiden Januar Rolling Stones!  

Und die Eckschnipsel habe ich noch zu sogenannten HSTs (Halfsquaretriangles) zusammengenäht und auf jeweils 1,5 Inch Kantenlänge getrimmt. Die bewahre ich jetzt mal auf und lasse mich inspirieren! Vielleicht verarbeite ich die noch mit in der Decke bzw. den Decken. Oder dem Junimädchen fällt spontan ein, dass Püppi auch noch eine Decke braucht, oder ich mache noch ein Kissen aus den Resten. Ich gucke mal, was da übers Jahr gesehen so anfällt.

Ich bin schon sehr gespannt auf dem Februarblock und sage hier erst mal herzlichen Dank für die tolle Anleitung! Wenn das so weitergeht wird das ein sehr schönes Patchwork-Jahr!

[6K12B] Meine Stoffauswahl

Es geht weiter mit dem Quiltprojekt „6 Köpfe – 12 Blöcke“. Ich werde die Beiträge dazu zukünftig der Übersichtlichkeit halber im Titel  immer mit [6K12B] kennzeichnen. Nur falls ihr euch gewundert habt was dieses kryptische Kürzel soll.

Eine Schneidematte und einen Rollschneider hatte ich schon, die Schneidematte hat auf der Rückseite sogar eine Inch-Einteilung. Das fand ich bislang immer unnötig. In Zukunft wird das bestimmt nützlich sein. Und jetzt ist auch mein Inch-Lineal da. Ich habe mich für eins von Prym/Omnigrip entschieden. Auf der Rückseite ist es leicht genoppt, so dass es auf dem Stoff nicht rutschen soll. Ich bin gespannt.

Die Stoffe habe ich bei Buttinette bestellt. Einmal ein buntes Paket mit Stoffzuschnitten „Monsterparty“ in türkis-gelb-grün-Tönen. Das Junimädchen war sofort von dem Monsterstoff begeistert. Eigentlich wollte ich den nicht benutzen, ich denke jetzt muss er wohl doch mit rein. Soll schließlich eine Decke für uns alle werden. So zumindest der Plan. Bislang. Wobei Pläne dazu da sind über den Haufen geworfen zu werden.

Zusätzlich habe ich dann noch zwei verschiedene Grautöne bestellt um ein wenig Ruhe in den Quilt zu bekommen und drei Stoffe mit schwarz-weißen Mustern. Die Dreiecke wiederholen sich in dem bunten Stoff, damit kann ich mir sehr spannende Blöcke vorstellen.

Die Stoffe sollten auf jeden Fall für alle Blöcke ausreichend sein, eventuell reicht es sogar auch für die Zwischenstreifen. Wobei das noch eine ganze Weile Zeit hat.

Die Stoffe habe ich mit Farbfangtüchern vorgewaschen und war ziemlich erstaunt, dass sich gar keine Farbe in den Tüchern gefangen hat. Scheint gut zu sein. Gebügelt sind die Stoffe auch schon, vielleicht schaffe ich morgen den Zuschnitt und kann mich dann ans Nähen machen!

Beim dem Thema Stoffe vorwaschen scheiden sich die Geister. Hier gibt es einen interessanten Artikel über den Sinn- und Unsinn des Vorwaschens. Ich wasche prinzipiell alle Stoffe nach dem Kauf, und Webware aus Baumwolle bügel ich sogar glatt.

Aaaaaaah, ich würde so gern sofort loslegen, aber jetzt wartet die Familie auf mich 🙂

Da mach ich auch mit: 12 Themen 12 Kleidungsstücke – Der Jahres-Sew-Along

Und weil ich keine halben Sachen mache, möchte ich neben dem Quilt-A-Long auch noch bei diesem Jahres Sew-A-Long teilnehmen. Jeden Monat ein Teil für mich (und nicht nur für die beiden Mädchen) nähen klingt toll. Hoffentlich inspirieren mich die Monatsthemen zu neuen Schnittmustern abseits meiner All-Time-Favourites die ich mittlerweile im Schlaf nähen kann.

Das Januarthema lautet „mein Basicteil„. Klingt einfach, ist es aber doch wieder nicht. Basicteile sind für mich die simplen gekauften einfarbigen Shirts oder Leggings, die ich dann mit farbenfrohem, selbstgenähtem kombiniert habe. Und nun soll ich ein Basicteil selbst nähen?

Auf Facebook wird grade der Jerseyrock von Mrs. Schablona rauf und runter genäht. Der ist einfach, da er tatsächlich nur aus drei Rechtecken und einem Bündchen besteht und doch durch die Raffung an der Seite nicht langweilig.

Im Stoffregal war noch ein halber Meter blauer Jersey mit dezentem schwarzen Muster und schwarzes Bündchen – also los.

Hier präsentiere ich euch also nun „mein Basicteil“ im Januar! Vielen Dank liebe Rebecca für die Fotos!

Kann man ganz toll mit schwarzen Leggings, Shirt und Blazer kombinieren. Passt das Innenfutter meines Blazers nicht perfekt zum Rock? Geht so auch gut fürs Büro. Kann man im Sommer aber sicher auch ohne Leggings tragen, wenn denn die Beine mal ein bisschen Farbe bekommen haben. Oder mit Top, mit Langarmshirt und und und. Ein echtes Basicteil eben.

Praktischerweise ist heute Donnerstag. Da mach ich doch bei RUMS gleich auch noch mit!

Da mach ich mit: Quilt-A-Long 2017

Mein erstes Projekt für das Jahr 2017 (neben dem Bloggen) wird ein Quilt werden. Es gibt einen sehr spannend klingenden Sew-A-Long bzw. Quilt-A-Long bei den Mädels von Greenfietsen, einfach bunt, Quiltmanufaktur, Lalala Patchwork, ellis & higgs und Allie & Me.

 

Da mach ich jetzt mal spontan mit. Jeden Monat einen Block fertigstellen, das klingt machbar. Und ich bin schon total gespannt wie das wird. Es gibt auch eine Facebookgruppe und da posten die Teilnehmer jetzt schon einen Block nach dem anderen. Hach – so viel Inspiration!

Viel Erfahrung habe ich nicht, aber ich erhoffe mir davon eine Menge neue Ideen und Knowhow. Im letzten Jahr habe ich schon hin und wieder mal ein bisschen Patchwork gemacht. Ich habe für das Augustbaby eine Krabbeldecke genäht. Aus alten Handtüchern der Oma und Stoffen aus meinem Fundus. Mit Applikationen die rascheln. Gefüllt mit einer Decke von Ikea. Und Kissen hat das Augustbaby auch, passend zur Krabbeldecke. Das hat mir richtig viel Spaß gemacht. Nur irgendwie war das eher frei Schnauze und als es dann ans Zusammenfügen der Schichten ging bin ich tatsächlich an meine Grenzen gestoßen. Es hat sich alles verzogen und gewellt und nun ist das bei einer Krabbeldecke sicherlich nicht allzu dramatisch, das Baby mag da trotzdem drauf liegen und freut sich – nur steigen auch meine Ansprüche und ich würde das tatsächlich mal gern richtig machen. Ordentlich und akkurat. Bislang nähe ich eher nach dme Motto „Was nicht passend ist wird passend gebügelt!“. Wobei Bügeln natürlich wie ich mittlerweile weiß ein durchaus wichtiger Punkt beim Patchworken bzw. Quilten ist. Also schon mal gut!

Hier sind übrigens die Kissen und die Decke fürs Augustbaby.

Applikationsvorlagen:
Fuchs: http://aennietauscht.blogspot.de/…/freebie-applikationsanle…
Raupe und Igel: https://carlanaeht.wordpress.com/…/hier-ist-die-linksammlu…/
Walfisch: https://anchorlovebyela.blogspot.de/p/freebies-tutorials.ht…

Und jetzt warte ich darauf, dass mein Inch-Lineal und neue Klingen für den Rollschneider geliefert werden. Und die Stoffe! Die habe ich gestern auch bestellt. Es wird wohl eine bunte Decke werden, in sommerlichen Farbtönen. Juhu ich freue mich.

Und die Sonja macht auch mit, darüber freue ich mich umso mehr. Da können wir uns gegenseitig motivieren. Sonst noch wer?

 

Hallo 2017, hallo da draußen!

Jetzt ist es also da, das neue Jahr. Und jetzt wird gebloggt. Öffentlich und in Farbe.

Länger schon wollte ich, aber zuerst musste mal ein geeigneter Name her. Irgendwas das mich beschreibt, das relativ universell einsetzbar ist, es noch nicht gibt… ich weiß ja auch noch gar nicht wirklich, wohin mich diese Blogreise führen wird.

Selbstgenähtes auf jedenfall. Kreative Basteleien sicher auch. Bisschen Garten, bisschen Leben mit Kindern auf dem Dorf, bisschen dies und bisschen das!

Unser gemeinsamer Nenner ist der Sommer. Das Junimädchen und das Augustbaby und ich. Nur der Mann fällt da ein bisschen raus, der ist ein Wintermann.

Und hier vor den Toren von Hamburg ist es auch recht nordisch, da liegt Sommerdeerns auf der Hand (für die möglichen Leser aus südlicheren Regionen: Deern ist Plattdeutsch für Mädchen). Der Mann bleibt da wohl wieder außen vor. Aber der wird auch nicht so viel benäht und bebastelt, da wird er wohl damit leben können.

Lange Rede kurzer Sinn: auf geht’s! Ich bin sehr gespannt ob und wer das hier liest!