[6K12B] Der Juniblock „Pineapple“

Für den April und Mai habe ich endlos gebraucht, der Juni ging dann ganz fix. Den haben Sonja (aka oceaniss) und ich zusammen genäht! Am Wochenende waren wir zu Besuch im Süden und neben ganz viel Aktivitäten für die großen Mädchen und kleinen Babys haben wir auch einen Nachmittag zusammen genäht. Eigentlich wollte ich ja „nur“ zuschneiden. aber da Sonja so motiviert war ging das Nähen dann doch ganz fix. Und so fix, dass ich die sonst üblichen Fotos der einzelnen Arbeitsschritte einfach mal ganz gepflegt weglasse und euch gleich meine beiden fertigen Blöcke präsentiere. Bunt und in Farbe, aeh, Schwarzweiß!

  

Das Muster soll eine Ananas darstellen. Und ich finde in gelb auf dunklem HIntergrund kann man das auch ganz gut sehen. Natürlich mit den Monstern im Mittelpunkt! Der andere Block ist wieder eher abstrakt. Und wenn ich mir Oceaniss‘ Block dazwischen so anschaue, dann könnte ich mir auch einen Quilt nur mit ganz verschiedenen bunten Ananas-Blöcken sehr gut vorstellen. Die wie gewohnt tolle Anleitung gibt es hier bei Allie and me inkl. einer weiteren Anleitung für einen ähnlichen Block. Den hebe ich mir mal für „schlechte Zeiten“ auf.

Leider haben sich bei mir die Blöcke total gewellt. Ich werde da wohl nochmal mit dem Bügeleisen drübergehen. Notfalls werden die Falten dann einfach weggequiltet am Ende. Da kenne ich nix! Und so in etwa werden die beiden Decken dann zur Halbzeit aussehen:

Und nun? Endlos lange 24 Tage warten bis zum Juli! Schaut doch mal solange was die anderen genäht haben. Das findet ihr bei Allie and me wenn ihr im oben verlinkten Beitrag ganz nach unten scrollt!

[6K12B] Der Maiblock „Dutchman’s Puzzle“

Dutchman’s Puzzle heißt der Maiblock. Und die Anleitung gibt es hier bei greenfietsen!

Was auf den ersten Blick so einfach aussieht wie diese Aneinanderreihung von acht Flying Geese birgt doch einige Tücken im Detail. Und so ist es auch schon fast wieder Juni und juhu – die Zeit bis zum nächsten Block ist nicht mehr weit.

Der Zuschnitt liegt hier seit drei Wochen, das hab ich voller Elan ganz am Anfang des Monats erledigt. Wieder zwei Blöcke, wieder einmal bunt und einmal schwarz-weiss. Anschließend fehlte mir die Zeit, und die Lust, und überhaupt! Und es war noch so viel anderes zu tun, ein Wochenende mit den Mädels an der See, ein großer Kita-Flohmarkt der organisiert werden musste…. egal – hier mal die Bilder vom Nähen. Macht sich auch recht hübsch als bunte flatterige Wimpel!

Und fast hätte ich schon wieder vergessen wie denn mein Muster aussehen sollte. Beim Legen war es aber klar – natürlich gehören die grauen Dreiecke nach außen und die bunten nach innen! Andersrum sieht es komisch aus.

Aus den Resten hab ich wie gewohnt Halfsquaretrianges fabriziert, die muss ich irgendwann mal bei Gelegenheit (also nie) noch zurechtschneiden auf 2,5 Inch. Damit kann man ja wirklich ganz viel anstellen. Vielleicht kommen die am Ende auch noch in irgendeiner Form rein in den Quilt.

Und hier sind sie, die beiden Mai-Blöcke. Ich finde beide echt hübsch, aber trotzdem – das war nicht meins. Und irritierender weise sind die auch beide viel zu klein geworden. Der bunte Block misst nur 11,5 Inch und der schwarzweiße Block 12 Inch. Da werde ich dann wohl beim endgültigen Fertigstellen des Quilts dann ein paar Streifen einfügen müssen. Irgendwo hab ich geschlampt. Muss man ja mal so sagen!

[6K12B] Der Aprilblock „Dresden Plate“

Puh! Aeh ja…. das waren zumindest meine ersten Gedanken. Und damit war ich vermutlich nicht alleine. Das April-Muster war schon ziemlich anders als die ersten drei Muster. Sehr floral und halt rund. Nicht eckig. Dresden Plate nennt sich dieses Patchwork- Muster, und das macht es definitiv sympatisch und da ich ja auch dabei bin um Neues auszuprobieren und zu lernen war klar dass ich auch diesen Monate mitmache. Und ja, auch per Hand, ist doch klar!

Beim Zuschnitt war ich erst etwas irritiert, die einzelnen Teile sind doch im Verhältnis zur Grundfläche sehr groß… viel zu groß, die ragen ja drüber!

Nach dem Nähen der Spitzen wurde es schon etwas besser, passt aber noch nicht wirklich drauf….

Das Zusammennähen war dieses Mal Maßarbeit, da muss ja auch das erste Teil mit dem letzten dann endlich einen Kreis ergeben. Da die Mitte aber noch mit einem Kreis verdeckt wird habe ich einfach mal passend gebügelt. Und ja, mit Dampf – mit ordentlich Dampf! Jetzt fängt es an gut auszusehen.

Auf die Mitte gehört ein Kreis. Und hier habe ich tatsächlich mal richtig was gelernt, nämlich wie man nahezu perfekte und vor allem runde Kreise erstellt! Juhu. Das ist sogar ziemlich einfach. Ein Stück Stoff mit einem etwas größeren Durchmesser als der fertige Kreis (muss nicht exakt ausgeschnitten sein) und eine Schablone mit dem exakten endgültigen Kreisdurchmesser aus Pappe. Mehr braucht es dazu nicht. In diesem Fall habe ich übrigens die Mitte des Kreises noch mit einem weißen Stoff hinterlegt damit das Muster nicht durchscheint. Außen einmal mit der Hand herumnähen, dann die Pappe einlegen und den Faden zusammenziehen. Es entsteht ein Kreis. Den Ordentlich bügeln und die Pappe wieder entfernen und da ist er, der perfekte Kreis bzw zwei Kreise!
  

Nachdem alles gut fixiert ist kommt der meditative Teil des Ganzen. Mit der Hand auf den Hintergrund applizieren. Irritierende Frage des Mannes: „Was machst du denn da?? Du hast doch eine Nähmaschine!“ Tja schon, aber ich will ja nicht dass man die Stiche sieht, und das geht nach wie vor leider nur mit der Hand und nicht mit der Maschine. Kann man sehr gut abends vorm Fernseher machen, wenn schon denn schon!
 

Hier ist das fertige Ergebnis! Zwei Dresden Plates, in bunt und in schwarzweiß! I like!
 

Wer noch Dresden Plates sehen möchte guckt hier bei der Quiltmanufaktur. Da gibt es auch die Anleitung dazu und ein spezielles Lineal mit dem man sich die Arbeit vereinfachen kann.

Patchwork-Loop im April

Die Restekiste, ein leidiges Thema bei mir (wie wohl bei jedem, der näht). Ich bin da ein kleiner Stoff-Messie, könnte ich ja noch brauchen, vielleicht für ne Applikation? Who knows….

Wenn das Ding aber übervoll ist und der Deckel nicht mehr zu geht besteht Handlungsbedarf! Also hab ich das Ganze nach Farben sortiert. Blaugrau war ne ganze Menge da.

In gleichbreite Stücke geschnitten sieht das doch schon viel ordentlicher aus! Hier mal sowohl blaugrau als auch türkis.

Normal rechts auf rechts zusammennähen kann man machen, sieht aber auch ein bisschen langweilig aus. Hier wäre jetzt eine Coverlock großartig. Alternativ auch eine Overlock-Maschine. Hab ich aber beides nicht, muss also auch mit der normalen Nähmaschine gehen.

Mit dem Fake-Overlock-Stich meiner Nähmaschine habe ich also zunächst eine lange Bahn links auf links zusammengenäht. Mit einer Kontrastfarbe – Orange – Komplementärfarben gehen immer gut!

Da so allerdings die Nähte doch sehr hervorstehen bin ich anschließend nochmal mit einem Zickzackstich drübergegangen. Nun liegt das Ganze schön flach und ordentlich aufgerollt. Das Schöne an einem Loop ist ja auch, dass es nicht ganz so dramatisch ist, wenn es nicht ganz grade wird. Der kruschelt sich ja hinterher eh um den Hals rum. Auch auf den Fadenlauf muss man da nicht ganz so genau achten.

Insgesamt braucht man für einen Loop in Erwachsenen-Größe ein ca. 1,50×70 cm großes Stoffstück. Die lange Rolle habe ich also in 150 cm lange Stücke geschnitten und wieder zusammengenäht, ergänzt mit einem dunkelblauen Sweat, damit ich auf die richtige Breite komme.
Hier auch mal wieder rechts auf rechts zusammengenäht, das wird sonst echt arg dick an den Kreuzungspunkten und geht nicht mehr gut durch die Maschine durch. Kontraste habe ich auch so genug.

An den Längsseiten wird das Stoffstück nun zusammengenäht, so dass ein langer Schlauch entsteht.

Wie genau dann daraus ein Loop wird, dafür gibt es unzählige Tutorials, zum Beispiel hier bei Mamahoch2. Mein Loop ist nun fertig und genauso cool und kuschelig geworden wie ich mir das vorgestellt habe.

Die nächsten beiden Patchwork-Loops sind schon in der Vorbereitung, einmal in türkis-grau und einmal in schwarz-bunt. Aber die gibt es ein anderes Mal, jetzt laufen hier wieder die Ostervorbereitungen!

Und damit ab zu dem Jahres-Sew-Along von Fräulein An, da lautet das Aprilthema „gut beTucht“. So ein Zufall 😉

 

Mein Lieblingshoodie im März

Beim großen Jahres-Sew-Along von Fräulein An dreht sich im März alles um Hoodies. Oder wie wir früher, damals, gesagt haben – Kapuzenpullis! Da mach ich mal wieder mit, auch wenn es bis zum Ende des Monats gedauert hat. Irgendwie kommt man ja mal wieder zu nüscht!

Der Stoff war schon gut abgelagert. Als ich den gesehen habe hatte ich sofort dieses „habenwollen“-Gefühl und wusste auch schon dass ich mir daraus mal nen Hoodie nähen würde. Als ich den dann aber vor drei Wochen hier ausgebreitet habe um zuzuschneiden, da wirkte das Ganze nun eher ein wenig bieder… und als auch noch der Mann fragte ob ich mir denn nun eine Küchenschürze nähen wollte…. da war irgendwie schon wieder die Luft raus. Doof, dabei hatte ich mich doch so auf genau diesen Stoff gefreut.

Auf Facebook hatte ich dann zufällig ein Bild gesehen, gleicher Stoff – anderer Schnitt, sah sehr cool aus. Also habe ich fertig zugeschnitten, das Ganze dann noch mit senffarbenem Jersey fürs Innenfutter der Kapuze und der Taschen ergänzt und da ist er – mein Lieblingshoodie!

Schnittmuster: Lynn von Pattydoo
Material: Just Paisley Sommersweat von Hamburger Liebe, senfgelber Jersey, gelbes Leder, gelbe Kordel, schwarzes Bündchen

Und hier noch ein paar Details:

Tja, und weil leider nicht alles so glatt läuft wie ich das gern hätte wäre ein passender Untertitel für diesen Blogpost auch „… und wie ich auf den letzten Metern nochmal alles richtig verkackt habe!“ Ich wollte nämlich das Ganze gern noch mit passendem gelben Leder aufwerten. Als Verstärkung unter den Ösen hat das auch recht gut geklappt. Auch das Reinhämmern der Ösen lief mal richtig gut, Als ich aber dann auch noch die seitlichen Eingriffstaschen mit Leder verzieren wollte ging plötzlich gar nichts mehr. Ich vermute mal, es lag an der Nadel, vielleicht die falsche Stärke. Wer weiß das schon. Ich nehms mit Humor und mag den Hoodie trotzdem total gern. Der ist nämlich sehr bequem und außerdem suche ich eh noch nach einer passenden dicken Kordel für die Kaputze. Das dicke gelbe Band ist erst mal nur eine Notlösung! Vermutlich dann eine Dauerlösung, so wie das mit Notlösungen so ist.

Upcycling: Patchwork-Stoffbeutel

Hier herrscht das Chaos! Und zwar in der Schublade mit den Einkaufsbeuteln. Jede Menge Werbebeutel, einer hübscher als der andere. Wegwerfen tut man die ollen Dinger ja irgendwie nicht (ich zumindest nicht), denn sie sind eine praktische und umweltfreundliche Alternative zu Plastiktüten. Aber benutzen mag man sie auch nicht so wirklich.

Also hab ich mal sortiert in „ist gammelig, fleckig und geht gar nicht mehr“ und „wäre total gut, wenn nicht dieser doofe Werbeaufdruck drauf ist“. Aber dagegen kann man ja was tun. In meiner Stoffrestekiste lagen noch haufenweise zugeschnittene Streifen, die ich mal für ein anderes Projekt zugeschnitten, dann aber doch nicht vernäht habe. Perfekt geeignet.

Für die erste Tasche habe ich einfach mal alle gelben und roten Streifen aneinandergenäht. Die vier Seiten umgebügelt und dann gut festgesteckt und aufgenäht. Yeah! Eine hübsche Tasche die ich jetzt auch wieder gern mitnehme zum Einkaufen oder auch allgemein zum Transport von Dingen!

Für den zweiten Beutel habe ich mir die pinken Streifen genommen, mit braun ergänzt und ganz mutig noch ein bisschen mehr gepatcht. Juhu! Noch ein hübscher Beutel! Hier hab ich dann auch mal Vliesofix anstelle von Stecknadeln genommen um den Stoff auf dem Beutel zu fixieren. Geht doch noch ein bisschen besser und sauberer.
 

Bei Nummer drei war ich dann noch mutiger. Nachdem ich die türkisen Streifen mit den Eulen und schwarze Streifen aneinandergenäht habe, habe ich sie einfach diagonal wieder getrennt, einmal gedreht und wieder aneinandergenäht. Und rauf auf den Beutel – Nummer drei ist fertig.
  

Und dann war da noch dieser schwarze Beutel mit einem recht schmalen Werbeaufdruck – dafür aber beidseitig. Da habe ich ein wenig mit den pink-rosa Stoffen gespielt und den Streifen nochmal diagonal geteilt. Geht auch!

Insgesamt sind so heute ganze fünf bunte Stoffbeutel entstanden und ich freue mich schon auf den nächsten Großeinkauf am Wochenende! Hier mal die Patchworkbeutelparade – bis auf den schwarzen Beutel, den habe ich irgendwie beim Spaziergang zu Hause vergessen, sowas aber auch!


 

Fazit: Schnelles Projekt für zwischendurch aus Resten, die vermutlich jeder, der näht eh zu Hause hat. Und da das ja irgendwie auch Patchwork-Taschen sind verlinke ich das Ganze mal beim Taschen Sew-Along von greenfietsen und 4freizeiten. Das März-Thema „Patch it! Tasche trifft Patchwork“ passt doch ganz gut. Wobei das Januarthema „Stoffbeutel“ auch gepasst hätte.

[6K12B] Der Märzblock „Broken Dishes“

Und weiter geht es mit dem großen Patchwork- und Quilt-Abenteuer. Wer nicht weiß worum es geht, der kann das Ganze hier mal nachlesen. Ein Quilt-A-Long ist schon eine spannende Sache, ich bin nach wie vor sehr happy dabei zu sein.

Der Märzblock heißt „Broken Dishes“, also zerbrochenes Geschirr. Er besteht aus 16 Half-Sqare-Triangles (HST) pro Block.  Da ich wie auch in den Vormonaten zwei verschiedene Blöcke nähen werde brauchte ich also ganze 32 Stück davon. Einmal in bunt und einmal in schwarzweiß. Die Anleitung zum März-Block findet ihr bei Verena vom Blog „einfach bunt…“.

Die Stoffauswahl geht bei mir recht fix. Ich habe meistens schnell eine Idee im Kopf und setze die dann einfach um. Für die bunten Stoffe hatte ich die gelbweißen Vichy-Karos noch nicht verwendet. Zusammen mit den bunten Punkten gibt das einen schönen fröhlichen Block. Bei den schwarzweißen Stoffen habe ich mich dieses mal auf lediglich ein Muster beschränkt.

Schnell die einzelnen HST zusammengenäht und dann wollte das Junimädchen unbedingt mit puzzlen und Muster legen. Nur war sie absolut nicht davon zu überzeugen das Ganze auch quadratisch zu machen, da musste ich doch selbst mit Hand anlegen.

Es gibt aber auch unendlich viele verschiedene Möglichkeiten der Anordnung. Hier mal ein paar Varianten!

 

Auf Pinterest findet man auch noch ganz tolle Varianten nur mit HST-Zuschnitten. Da könnte ich auch stundenlang stöbern. Zu guter letzt ist es aber wie auch in den Vormonaten schon das originale Muster geworden. Wenn schon denn schon, austoben kann ich mich ja immer noch. Und falls ihr mal sehen wollt, wie das Ganze dann von hinten aussieht, gibt es davon auch noch ein Foto. Ich finde ja, ich hab das relativ ordentlich gemacht, dieses Mal….

Beim bunten Block hatte ich zwei Möglichkeiten der Anordnung, entweder die gelbweißen Karos als durchgehender Streifen oder die bunten Punkte. Sieht beides gut aus, die Karos bilden aber dann doch noch mehr eine einheitliche Strecke.

Zusammengenäht habe ich den Block etwas anders als in der Anleitung beschrieben. Ich habe zunächst vier kleine Blöcke aus jeweils vier HST genäht. Dabei habe ich jeweils in der Mitte angefangen zu nähen, damit die Spitzen der Dreiecke möglichst passgenau aufeinandertreffen. Diese vier Blöcke habe ich anschließend zu dem finalen großen Broken-Dishes-Block zusammengefügt. Auch hierbei habe ich jeweils in der MItte angefangen zu nähen um die Kreuzungspunkte möglichst gut zu treffen. Ich denke das hat sich gelohnt. Nur ist der bunte Block irgendwie doch ein Stückchen größer geworden als er sollte. Vielleicht brauche ich doch ein Inch-Nähfüßchen.

Und damit ist dieser Monat auch schon abgearbeitet. Ich freue mich schon auf den April und bin echt super gespannt, was uns da für ein Muster erwartet! Vielen Dank wie immer an die tolle Anleitung und die ganze Mühe!

 

 

Taschen braucht die Frau!

Taschen braucht die Frau! Handtaschen im Besonderen!

Im letzten Sommer, ziemlich hochschwanger hatte ich etwas Zeit. Und da ich schon länger mit der Schnabelina Bag geliebäugelt hatte war das das perfekte Projekt. Das Schnittmuster gibt es kostenlos bei Schnabelina im Blog.

Insgeheim dachte ich mir auch, dass das Augustbaby bestimmt pünktlich kommt, wenn ich mir noch so ein relativ kompliziertes Nähprojekt vornehme. Und da das Thema Entrümplung bzw. Upcycling hier ja nach wie vor sehr präsent ist habe ich gleich mal alte Hosen verwertet. Die hatte die Oma der beiden Mädels aussortiert. Wegwerfen wäre echt schade gewesen, ein schöner ziemlich hochwertiger Wollstoff mit Karomuster und diverse Jeans. Und meine Figur ist dezent anders als die der Oma! Das würde lustig aussehen.

Erst mal die Schnabelina Bag in Mini, das ist die kleinste Größe. Bis auf das Vlies zur Verstärkung und das Gurtband habe ich nichts neu gekauft sondern alles aus dem Fundus verwendet.
Außen ist auf der einen Seite eine runde, aufgesetzte Außentasche und auf der anderen Seite eine schmale, aufgesetzte Außentasche und eine Einschubtasche dahinter versteckt. Durch das Zip-It-Seitenteil bekommt die Tasche bei Bedarf sogar noch mehr Volumen!
Getragen werden kann die Tasche entweder an den aus Gurtband fest angebrachten Henkeln oder mit einem Schultergurt, den ich ggf. nochmal nähen müsste.

   

Innen gibt es sowohl eine Reißverschlusstasche als auch Unterteilungen an der anderen Seite. Zusätzlich kann ein Karabinerhaken mit einem Schlüssel oder ähnlichem an einen D-Ring angeklipst werden. Das finde ich immer recht praktisch.

 

Tasche fertig, Augustbaby denkt nicht daran den gemütlichen Bauch zu verlassen. So war das aber nicht geplant. Folglich mussten härtere Geschütze aufgefahren werden: die Schnabelina Bag in Small. Diesesmal in Braunbeige mit pinken Akzenten. Die Stoffe sind wieder recyclete Hosen der Oma. Hier habe ich das Innenfutter und das pinke Gurtband gekauft. Das Paspelband ist selbst gemacht.

Und juhu, die Tasche ist dann auch nicht mehr fertig geworden. Da wollte das Augustbaby dann doch vorher raus.

Bis vor wenigen Tagen lagen hier die beiden fertigen Außenteile und die restlichen Schnittteile herum. Nichts Halbes, nichts Ganzes.

Auch diese Tasche wird von der Machart wie die kleine. Außentaschen, Innentaschen – das hat sich bewährt. Hier auch nochmal einen Blick ins Innere der Außentasche. Das weiße ist das Vlies zur Verstärkung. Die Tasche soll ja auch schönen Stand haben und nicht in sich zusammenfallen.

 

Und jetzt habe ich zwei Taschen. in die braune Tasche passt richtig gut was rein. Die kann ich mir gut zum Einkaufen vorstellen.

Übrigens – die kleine Tasche war für mich perfekt für den Kreissaal. Passte perfekt alles vom Schokoriegel über CDs, Brille, Buch und Papiere rein.

 

Fazit: Ja, es ist definitiv ein aufwändigeres Nähprojekt und sicher nichts, was ein blutiger Anfänger schafft. Es ist aber mit ein bisschen Erfahrung durchaus sehr gut machbar, besonders auch auf Grund der richtig guten und detaillierten Anleitung. Wenn man sich daran hält klappt das prima. Und das alles noch komplett kostenlos. Ich sage auf diesem Wege herzlichen Dank. Vielleicht nähe ich irgendwann auch nochmal die richtig große Tasche!

Auf Facebook gibt es übrigens eine Gruppe in der diese Tasche gemeinsam genäht wird. Wer sich alleine nicht traut ist da gut aufgehoben: „Schnabelina gemeinsam nähen 1.0“

[DIY] Faschingskostüm „Pinke Hexe“

Immer wieder im Februar steht auch der Fasching vor der Tür. Und auch wenn ich selbst bekennender Faschingsmuffel bin, so ist das Junimädchen doch voller Vorfreude. Irritierenderweise will sie tatsächlich nicht Elsa sein. Und auch nicht Anna. Huch huch, aber das kommt mir sehr gelegen. Hier ist mittlerweile eh deutlich zu viel Eiskönigin im Haus.

Dieses Jahr will das Junimädchen eine Hexe sein (letztes Jahr Zauberer)! Und da man ja mit bald fünf Jahren auch mitmachen kann haben wir zusammen gebastelt!

Der Hexenrock besteht aus einem breiten Gummiband, dass wir passend zum Hüftumfang zusammengenäht haben. Ohne Nähmaschine macht ihr einfach einen Knoten, hält auch. Aus Tüll in pink, hellblau und flieder (Farben selbst ausgesucht) haben wir mit einfachen Schlaufen jede Menge Bänder angeknotet. Teufelszeug dieser Tüll, hui! Aber die Farbkombi gefällt mir echt gut, obwohl ich das so nie ausgesucht hätte.
Mit schwarzem Shirt und dunkler bzw. pinker Strumpfhose sieht das auch so schon richtig cool aus.

 

 

Beim Hexenumhang mag ich im Kita-Alter keine Bindebänder am Hals. Da ist mir persönlich die Strangulationsgefahr einfach zu groß. Also habe ich fix einen Poncho genäht. Vorlage ist das Cosy Cape von Pattydoo.

Das Schnittmuster gibt’s kostenlos. Ich habe das Hinterteil etwas verlängert, das Vorderteil verkürzt und jeweils hinten und vorne Zacken geschnitten. Am Halsausschnitt hält Bündchenstoff den Poncho zusammen. An den Ärmelöffnungen gibt pinkes Schrägband einen netten Kontrast. Die Zacken habe ich einfach mit Zickzackstich versäubert. Wer es noch schicker haben will nimmt auch hier Schrägband. Fertig ist der Hexenumhang. Nach Fasching wandert der mit dem Rock zusammen in die Verkleidungskiste!

Ohne Nähmaschine nehmt ihr einen nicht-fransenden Stoff (z.B. Jersey) und schneidet einen Kreis aus. Kreisdurchmesser gleich Länge des Umhangs. Auch hier könnt ihr Fransen oder Zacken nach Belieben schneiden. Bei Jersey kann man die Fransen auch noch schick ein bisschen in der Länge dehnen. In die Mitte dann ein Loch für den Kopf (nicht zu groß) und evtl. seitlich daneben noch zwei Ärmelöffnungen.

 

 

Der Hexenhut besteht aus je einem Viertelkreis schwarzem Stoff für innen und außen. Kreisdurchmesser gleich Länge der Spitze.  Damit der Hut schönen Stand hat müsst ihr den auf jeden Fall noch verstärken. Ich hatte hier noch ein schwarzes Tischset aus Stoff was wir nie benutzt haben. Das war schön dick gefüttert. Den einen Viertelkreis mit der verstärken und beide jeweils separat an den langen Seiten zusammennähen, beim Innenstoff eine Wendeöffnung lassen.  Rechts auf rechts zusammennähen, wenden, Wendeöffnung schließen und hoffen dass es dem Kind passt 😉 Ich habe oben noch ein paar Tüllstreifen (Teufelszeug, sagte ich das schon?) mit eingenäht.

 

 

Leider war das tolle Tischset dann im Praxistest deutlich zu steif, der Hut hielt einfach nicht auf dem Kopf. Also habe ich alles wieder aufgetrennt, das Tischset entfernt und dann durch lila Kunstleder als Verstärkung ersetzt. Das lag hier noch in der Restekiste, hatte ich mal gekauft und hat mich von der Qualität so gar nicht überzeugt. Zum Füttern des Hexenhuts aber ideal. Eine Krempe habe ich dem Hut dann auch noch genäht. Wenn schon denn schon.

Ohne Nähmaschine könnt ihr den Hut auch aus schwarzer Pappe basteln. Dann evtl. mit einem Gummiband versehen damit er nicht vom Kopf rutscht.

Hexe fertig, Kind glücklich! Und nach Fasching wandert das Kostüm mit in die Verkleidungskiste. Der Rock passt ewig dank des Gummibands! Vielleicht mag das Augustbaby in vier Jahren ja auch eine Hexe sein. Wir werden es sehen.

Falls ihr das nachbastelt freue ich mich über Bilder. Gern auch per Mail. Wenn ihr wollt stelle ich eure Werke gern auch hier mit Verlinkung zu eurem Blog (falls vorhanden) online.

Oceaniss‘ Tochter ist übrigens auch eine pinke Hexe. Schaut mal bei ihr vorbei: Pinke Hexe!

Und ganz auf die letzte Minute verlinke ich den Beitrag noch beim Karnevals Sew Along von Malamü!

Helau!

Muffins für das Augustbaby

Heute gab es Muffins als Nachtisch. Das Augustbaby fand die richtig lecker und auch dem Junimädchen hat es geschmeckt!

Und jetzt ihr alle: „Moment mal, Muffins? Das Augustbaby ist doch grade mal ein knappes halbes Jahr alt? Waaaas, was bist du denn für ne Mutter??“

Ne richtig gute Mutter bin ich! Jawoll! Die Muffins habe ich nämlich extra und speziell für das Augustbaby gebacken. Die sind zuckerfrei und eine tolle Nachtisch-Idee für Babys und Minikinder! Und ich verrate euch sogar das Rezept.

Ursprünglich sind diese Muffins allerdings aus Versehen entstanden. Im letzten Sommer wollte das Junimädchen gern zum Geburtstag Muffins mit in die Kita nehmen. Mit Maaaatis drauf! Doch schon beim Backen war mir so als hätte ich etwas vergessen. Die Muffins sahen auch ein bisschen anders als gewohnt aus. Und schmeckten auch irgendwie anders. Irgendwie nach nichts. Und da stand er, der Zucker. Eine volle Tüte. Zu diesem Zeitpunkt war neu backen definitiv nicht mehr drin, und so haben wir damals den Mangel an Zucker in den Muffins mit Smarties on top wieder ausgeglichen. Den Kita-Kindern hat es geschmeckt und das ist ja bekanntlich die Hauptsache.

Wer meinen Instagram-Account verfolgt hat mitbekommen, dass wir beim Augustbaby BLW ausprobieren. BLW ist die Abkürzung für Baby-Led Weaning und eine Beikosteinführung ohne Brei. Das Baby bekommt hier von Anfang an Fingerfood und darf sich selbst bedienen. Es wird nicht gefüttert. Die Nährstoffe kommen am Anfang und noch eine ganze Weile (fast) ausschließlich über die Muttermilch bzw. Pre-Milch falls nicht gestillt wird. Angeblich sollen die Babys dann leichter und besser essen lernen. Wir finden es spannend und es klappt richtig gut.

Jetzt essen wir am Wochenende ja gern mal ein Stück Kuchen. Jedoch ist Zuckerkram auch bei BLW-Babys definitiv nicht gesund und so habe ich die „Zuckerfrei aus Versehen“-Muffins nochmal in voller Absicht gebacken.

Ihr braucht:

  • 250g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Ei
  • 80 ml Pflanzenöl
  • 250 ml Milch

Die Zutaten gut im Mixer verrühren und in kleine Muffinförmchen füllen. Ich habe hier 24 Mini Muffinsförmchen aus Silikon, dafür reicht die Teigmenge perfekt. Bei 160 Grad Umluft ca. 12 Minuten im Ofen backen. Da ich eigentlich immer vergesse den Ofen vorzuheizen könnt ihr euch das hier auch sparen. Macht zwischendurch mal eine Garprobe mit einem Holzstäbchen.

Achtung: Die Muffins sehen etwas gewöhnungsbedürftig aus, die werden nicht dunkel sondern bleiben so hell wie der Ausgangsteig. Das liegt am fehlenden Zucker. Sie schmecken auch eher pappig und nach nichts, also perfekt für Babys.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. Und wenn es euch bzw. den Minis geschmeckt hat, hinterlasst doch gern einen Kommentar! Noch ein Tipp: Die Muffins kann man auch prima einfrieren, also auf Vorrat backen!

Und wer sich für das Thema BLW interessiert, hier folgen noch ein paar Links (ohne Gewähr und ohne Vollständigkeit):