Upcycling: Patchwork-Stoffbeutel

Hier herrscht das Chaos! Und zwar in der Schublade mit den Einkaufsbeuteln. Jede Menge Werbebeutel, einer hübscher als der andere. Wegwerfen tut man die ollen Dinger ja irgendwie nicht (ich zumindest nicht), denn sie sind eine praktische und umweltfreundliche Alternative zu Plastiktüten. Aber benutzen mag man sie auch nicht so wirklich.

Also hab ich mal sortiert in „ist gammelig, fleckig und geht gar nicht mehr“ und „wäre total gut, wenn nicht dieser doofe Werbeaufdruck drauf ist“. Aber dagegen kann man ja was tun. In meiner Stoffrestekiste lagen noch haufenweise zugeschnittene Streifen, die ich mal für ein anderes Projekt zugeschnitten, dann aber doch nicht vernäht habe. Perfekt geeignet.

Für die erste Tasche habe ich einfach mal alle gelben und roten Streifen aneinandergenäht. Die vier Seiten umgebügelt und dann gut festgesteckt und aufgenäht. Yeah! Eine hübsche Tasche die ich jetzt auch wieder gern mitnehme zum Einkaufen oder auch allgemein zum Transport von Dingen!

Für den zweiten Beutel habe ich mir die pinken Streifen genommen, mit braun ergänzt und ganz mutig noch ein bisschen mehr gepatcht. Juhu! Noch ein hübscher Beutel! Hier hab ich dann auch mal Vliesofix anstelle von Stecknadeln genommen um den Stoff auf dem Beutel zu fixieren. Geht doch noch ein bisschen besser und sauberer.
 

Bei Nummer drei war ich dann noch mutiger. Nachdem ich die türkisen Streifen mit den Eulen und schwarze Streifen aneinandergenäht habe, habe ich sie einfach diagonal wieder getrennt, einmal gedreht und wieder aneinandergenäht. Und rauf auf den Beutel – Nummer drei ist fertig.
  

Und dann war da noch dieser schwarze Beutel mit einem recht schmalen Werbeaufdruck – dafür aber beidseitig. Da habe ich ein wenig mit den pink-rosa Stoffen gespielt und den Streifen nochmal diagonal geteilt. Geht auch!

Insgesamt sind so heute ganze fünf bunte Stoffbeutel entstanden und ich freue mich schon auf den nächsten Großeinkauf am Wochenende! Hier mal die Patchworkbeutelparade – bis auf den schwarzen Beutel, den habe ich irgendwie beim Spaziergang zu Hause vergessen, sowas aber auch!


 

Fazit: Schnelles Projekt für zwischendurch aus Resten, die vermutlich jeder, der näht eh zu Hause hat. Und da das ja irgendwie auch Patchwork-Taschen sind verlinke ich das Ganze mal beim Taschen Sew-Along von greenfietsen und 4freizeiten. Das März-Thema „Patch it! Tasche trifft Patchwork“ passt doch ganz gut. Wobei das Januarthema „Stoffbeutel“ auch gepasst hätte.

[6K12B] Der Märzblock „Broken Dishes“

Und weiter geht es mit dem großen Patchwork- und Quilt-Abenteuer. Wer nicht weiß worum es geht, der kann das Ganze hier mal nachlesen. Ein Quilt-A-Long ist schon eine spannende Sache, ich bin nach wie vor sehr happy dabei zu sein.

Der Märzblock heißt „Broken Dishes“, also zerbrochenes Geschirr. Er besteht aus 16 Half-Sqare-Triangles (HST) pro Block.  Da ich wie auch in den Vormonaten zwei verschiedene Blöcke nähen werde brauchte ich also ganze 32 Stück davon. Einmal in bunt und einmal in schwarzweiß. Die Anleitung zum März-Block findet ihr bei Verena vom Blog „einfach bunt…“.

Die Stoffauswahl geht bei mir recht fix. Ich habe meistens schnell eine Idee im Kopf und setze die dann einfach um. Für die bunten Stoffe hatte ich die gelbweißen Vichy-Karos noch nicht verwendet. Zusammen mit den bunten Punkten gibt das einen schönen fröhlichen Block. Bei den schwarzweißen Stoffen habe ich mich dieses mal auf lediglich ein Muster beschränkt.

Schnell die einzelnen HST zusammengenäht und dann wollte das Junimädchen unbedingt mit puzzlen und Muster legen. Nur war sie absolut nicht davon zu überzeugen das Ganze auch quadratisch zu machen, da musste ich doch selbst mit Hand anlegen.

Es gibt aber auch unendlich viele verschiedene Möglichkeiten der Anordnung. Hier mal ein paar Varianten!

 

Auf Pinterest findet man auch noch ganz tolle Varianten nur mit HST-Zuschnitten. Da könnte ich auch stundenlang stöbern. Zu guter letzt ist es aber wie auch in den Vormonaten schon das originale Muster geworden. Wenn schon denn schon, austoben kann ich mich ja immer noch. Und falls ihr mal sehen wollt, wie das Ganze dann von hinten aussieht, gibt es davon auch noch ein Foto. Ich finde ja, ich hab das relativ ordentlich gemacht, dieses Mal….

Beim bunten Block hatte ich zwei Möglichkeiten der Anordnung, entweder die gelbweißen Karos als durchgehender Streifen oder die bunten Punkte. Sieht beides gut aus, die Karos bilden aber dann doch noch mehr eine einheitliche Strecke.

Zusammengenäht habe ich den Block etwas anders als in der Anleitung beschrieben. Ich habe zunächst vier kleine Blöcke aus jeweils vier HST genäht. Dabei habe ich jeweils in der Mitte angefangen zu nähen, damit die Spitzen der Dreiecke möglichst passgenau aufeinandertreffen. Diese vier Blöcke habe ich anschließend zu dem finalen großen Broken-Dishes-Block zusammengefügt. Auch hierbei habe ich jeweils in der MItte angefangen zu nähen um die Kreuzungspunkte möglichst gut zu treffen. Ich denke das hat sich gelohnt. Nur ist der bunte Block irgendwie doch ein Stückchen größer geworden als er sollte. Vielleicht brauche ich doch ein Inch-Nähfüßchen.

Und damit ist dieser Monat auch schon abgearbeitet. Ich freue mich schon auf den April und bin echt super gespannt, was uns da für ein Muster erwartet! Vielen Dank wie immer an die tolle Anleitung und die ganze Mühe!

 

 

Taschen braucht die Frau!

Taschen braucht die Frau! Handtaschen im Besonderen!

Im letzten Sommer, ziemlich hochschwanger hatte ich etwas Zeit. Und da ich schon länger mit der Schnabelina Bag geliebäugelt hatte war das das perfekte Projekt. Das Schnittmuster gibt es kostenlos bei Schnabelina im Blog.

Insgeheim dachte ich mir auch, dass das Augustbaby bestimmt pünktlich kommt, wenn ich mir noch so ein relativ kompliziertes Nähprojekt vornehme. Und da das Thema Entrümplung bzw. Upcycling hier ja nach wie vor sehr präsent ist habe ich gleich mal alte Hosen verwertet. Die hatte die Oma der beiden Mädels aussortiert. Wegwerfen wäre echt schade gewesen, ein schöner ziemlich hochwertiger Wollstoff mit Karomuster und diverse Jeans. Und meine Figur ist dezent anders als die der Oma! Das würde lustig aussehen.

Erst mal die Schnabelina Bag in Mini, das ist die kleinste Größe. Bis auf das Vlies zur Verstärkung und das Gurtband habe ich nichts neu gekauft sondern alles aus dem Fundus verwendet.
Außen ist auf der einen Seite eine runde, aufgesetzte Außentasche und auf der anderen Seite eine schmale, aufgesetzte Außentasche und eine Einschubtasche dahinter versteckt. Durch das Zip-It-Seitenteil bekommt die Tasche bei Bedarf sogar noch mehr Volumen!
Getragen werden kann die Tasche entweder an den aus Gurtband fest angebrachten Henkeln oder mit einem Schultergurt, den ich ggf. nochmal nähen müsste.

   

Innen gibt es sowohl eine Reißverschlusstasche als auch Unterteilungen an der anderen Seite. Zusätzlich kann ein Karabinerhaken mit einem Schlüssel oder ähnlichem an einen D-Ring angeklipst werden. Das finde ich immer recht praktisch.

 

Tasche fertig, Augustbaby denkt nicht daran den gemütlichen Bauch zu verlassen. So war das aber nicht geplant. Folglich mussten härtere Geschütze aufgefahren werden: die Schnabelina Bag in Small. Diesesmal in Braunbeige mit pinken Akzenten. Die Stoffe sind wieder recyclete Hosen der Oma. Hier habe ich das Innenfutter und das pinke Gurtband gekauft. Das Paspelband ist selbst gemacht.

Und juhu, die Tasche ist dann auch nicht mehr fertig geworden. Da wollte das Augustbaby dann doch vorher raus.

Bis vor wenigen Tagen lagen hier die beiden fertigen Außenteile und die restlichen Schnittteile herum. Nichts Halbes, nichts Ganzes.

Auch diese Tasche wird von der Machart wie die kleine. Außentaschen, Innentaschen – das hat sich bewährt. Hier auch nochmal einen Blick ins Innere der Außentasche. Das weiße ist das Vlies zur Verstärkung. Die Tasche soll ja auch schönen Stand haben und nicht in sich zusammenfallen.

 

Und jetzt habe ich zwei Taschen. in die braune Tasche passt richtig gut was rein. Die kann ich mir gut zum Einkaufen vorstellen.

Übrigens – die kleine Tasche war für mich perfekt für den Kreissaal. Passte perfekt alles vom Schokoriegel über CDs, Brille, Buch und Papiere rein.

 

Fazit: Ja, es ist definitiv ein aufwändigeres Nähprojekt und sicher nichts, was ein blutiger Anfänger schafft. Es ist aber mit ein bisschen Erfahrung durchaus sehr gut machbar, besonders auch auf Grund der richtig guten und detaillierten Anleitung. Wenn man sich daran hält klappt das prima. Und das alles noch komplett kostenlos. Ich sage auf diesem Wege herzlichen Dank. Vielleicht nähe ich irgendwann auch nochmal die richtig große Tasche!

Auf Facebook gibt es übrigens eine Gruppe in der diese Tasche gemeinsam genäht wird. Wer sich alleine nicht traut ist da gut aufgehoben: „Schnabelina gemeinsam nähen 1.0“

[DIY] Faschingskostüm „Pinke Hexe“

Immer wieder im Februar steht auch der Fasching vor der Tür. Und auch wenn ich selbst bekennender Faschingsmuffel bin, so ist das Junimädchen doch voller Vorfreude. Irritierenderweise will sie tatsächlich nicht Elsa sein. Und auch nicht Anna. Huch huch, aber das kommt mir sehr gelegen. Hier ist mittlerweile eh deutlich zu viel Eiskönigin im Haus.

Dieses Jahr will das Junimädchen eine Hexe sein (letztes Jahr Zauberer)! Und da man ja mit bald fünf Jahren auch mitmachen kann haben wir zusammen gebastelt!

Der Hexenrock besteht aus einem breiten Gummiband, dass wir passend zum Hüftumfang zusammengenäht haben. Ohne Nähmaschine macht ihr einfach einen Knoten, hält auch. Aus Tüll in pink, hellblau und flieder (Farben selbst ausgesucht) haben wir mit einfachen Schlaufen jede Menge Bänder angeknotet. Teufelszeug dieser Tüll, hui! Aber die Farbkombi gefällt mir echt gut, obwohl ich das so nie ausgesucht hätte.
Mit schwarzem Shirt und dunkler bzw. pinker Strumpfhose sieht das auch so schon richtig cool aus.

 

 

Beim Hexenumhang mag ich im Kita-Alter keine Bindebänder am Hals. Da ist mir persönlich die Strangulationsgefahr einfach zu groß. Also habe ich fix einen Poncho genäht. Vorlage ist das Cosy Cape von Pattydoo.

Das Schnittmuster gibt’s kostenlos. Ich habe das Hinterteil etwas verlängert, das Vorderteil verkürzt und jeweils hinten und vorne Zacken geschnitten. Am Halsausschnitt hält Bündchenstoff den Poncho zusammen. An den Ärmelöffnungen gibt pinkes Schrägband einen netten Kontrast. Die Zacken habe ich einfach mit Zickzackstich versäubert. Wer es noch schicker haben will nimmt auch hier Schrägband. Fertig ist der Hexenumhang. Nach Fasching wandert der mit dem Rock zusammen in die Verkleidungskiste!

Ohne Nähmaschine nehmt ihr einen nicht-fransenden Stoff (z.B. Jersey) und schneidet einen Kreis aus. Kreisdurchmesser gleich Länge des Umhangs. Auch hier könnt ihr Fransen oder Zacken nach Belieben schneiden. Bei Jersey kann man die Fransen auch noch schick ein bisschen in der Länge dehnen. In die Mitte dann ein Loch für den Kopf (nicht zu groß) und evtl. seitlich daneben noch zwei Ärmelöffnungen.

 

 

Der Hexenhut besteht aus je einem Viertelkreis schwarzem Stoff für innen und außen. Kreisdurchmesser gleich Länge der Spitze.  Damit der Hut schönen Stand hat müsst ihr den auf jeden Fall noch verstärken. Ich hatte hier noch ein schwarzes Tischset aus Stoff was wir nie benutzt haben. Das war schön dick gefüttert. Den einen Viertelkreis mit der verstärken und beide jeweils separat an den langen Seiten zusammennähen, beim Innenstoff eine Wendeöffnung lassen.  Rechts auf rechts zusammennähen, wenden, Wendeöffnung schließen und hoffen dass es dem Kind passt 😉 Ich habe oben noch ein paar Tüllstreifen (Teufelszeug, sagte ich das schon?) mit eingenäht.

 

 

Leider war das tolle Tischset dann im Praxistest deutlich zu steif, der Hut hielt einfach nicht auf dem Kopf. Also habe ich alles wieder aufgetrennt, das Tischset entfernt und dann durch lila Kunstleder als Verstärkung ersetzt. Das lag hier noch in der Restekiste, hatte ich mal gekauft und hat mich von der Qualität so gar nicht überzeugt. Zum Füttern des Hexenhuts aber ideal. Eine Krempe habe ich dem Hut dann auch noch genäht. Wenn schon denn schon.

Ohne Nähmaschine könnt ihr den Hut auch aus schwarzer Pappe basteln. Dann evtl. mit einem Gummiband versehen damit er nicht vom Kopf rutscht.

Hexe fertig, Kind glücklich! Und nach Fasching wandert das Kostüm mit in die Verkleidungskiste. Der Rock passt ewig dank des Gummibands! Vielleicht mag das Augustbaby in vier Jahren ja auch eine Hexe sein. Wir werden es sehen.

Falls ihr das nachbastelt freue ich mich über Bilder. Gern auch per Mail. Wenn ihr wollt stelle ich eure Werke gern auch hier mit Verlinkung zu eurem Blog (falls vorhanden) online.

Oceaniss‘ Tochter ist übrigens auch eine pinke Hexe. Schaut mal bei ihr vorbei: Pinke Hexe!

Und ganz auf die letzte Minute verlinke ich den Beitrag noch beim Karnevals Sew Along von Malamü!

Helau!

Muffins für das Augustbaby

Heute gab es Muffins als Nachtisch. Das Augustbaby fand die richtig lecker und auch dem Junimädchen hat es geschmeckt!

Und jetzt ihr alle: „Moment mal, Muffins? Das Augustbaby ist doch grade mal ein knappes halbes Jahr alt? Waaaas, was bist du denn für ne Mutter??“

Ne richtig gute Mutter bin ich! Jawoll! Die Muffins habe ich nämlich extra und speziell für das Augustbaby gebacken. Die sind zuckerfrei und eine tolle Nachtisch-Idee für Babys und Minikinder! Und ich verrate euch sogar das Rezept.

Ursprünglich sind diese Muffins allerdings aus Versehen entstanden. Im letzten Sommer wollte das Junimädchen gern zum Geburtstag Muffins mit in die Kita nehmen. Mit Maaaatis drauf! Doch schon beim Backen war mir so als hätte ich etwas vergessen. Die Muffins sahen auch ein bisschen anders als gewohnt aus. Und schmeckten auch irgendwie anders. Irgendwie nach nichts. Und da stand er, der Zucker. Eine volle Tüte. Zu diesem Zeitpunkt war neu backen definitiv nicht mehr drin, und so haben wir damals den Mangel an Zucker in den Muffins mit Smarties on top wieder ausgeglichen. Den Kita-Kindern hat es geschmeckt und das ist ja bekanntlich die Hauptsache.

Wer meinen Instagram-Account verfolgt hat mitbekommen, dass wir beim Augustbaby BLW ausprobieren. BLW ist die Abkürzung für Baby-Led Weaning und eine Beikosteinführung ohne Brei. Das Baby bekommt hier von Anfang an Fingerfood und darf sich selbst bedienen. Es wird nicht gefüttert. Die Nährstoffe kommen am Anfang und noch eine ganze Weile (fast) ausschließlich über die Muttermilch bzw. Pre-Milch falls nicht gestillt wird. Angeblich sollen die Babys dann leichter und besser essen lernen. Wir finden es spannend und es klappt richtig gut.

Jetzt essen wir am Wochenende ja gern mal ein Stück Kuchen. Jedoch ist Zuckerkram auch bei BLW-Babys definitiv nicht gesund und so habe ich die „Zuckerfrei aus Versehen“-Muffins nochmal in voller Absicht gebacken.

Ihr braucht:

  • 250g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Ei
  • 80 ml Pflanzenöl
  • 250 ml Milch

Die Zutaten gut im Mixer verrühren und in kleine Muffinförmchen füllen. Ich habe hier 24 Mini Muffinsförmchen aus Silikon, dafür reicht die Teigmenge perfekt. Bei 160 Grad Umluft ca. 12 Minuten im Ofen backen. Da ich eigentlich immer vergesse den Ofen vorzuheizen könnt ihr euch das hier auch sparen. Macht zwischendurch mal eine Garprobe mit einem Holzstäbchen.

Achtung: Die Muffins sehen etwas gewöhnungsbedürftig aus, die werden nicht dunkel sondern bleiben so hell wie der Ausgangsteig. Das liegt am fehlenden Zucker. Sie schmecken auch eher pappig und nach nichts, also perfekt für Babys.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken. Und wenn es euch bzw. den Minis geschmeckt hat, hinterlasst doch gern einen Kommentar! Noch ein Tipp: Die Muffins kann man auch prima einfrieren, also auf Vorrat backen!

Und wer sich für das Thema BLW interessiert, hier folgen noch ein paar Links (ohne Gewähr und ohne Vollständigkeit):

[6K12B] Der Februarblock „Churn Dash“

Neuer Monat, neuer Patchworkblock. Bei Ellis&Higgs gibt es das Tutorial für den „Churn Dash“. Wieder ein traditionelles Patchworkmuster aus Amerika. Dieser Block ist verhältnismäßig einfach zu nähen, sieht aber trotzdem gut aus und bietet eine ganze Menge an Variationsmöglichkeiten!

Wie auch im Januar mache ich wieder zwei Varianten. Einmal bunt mit dem Monsterstoff im Mittelpunkt und einmal schwarz-weiß. Sollte mir irgendwann im Laufe des Jahres die Puste ausgehen passen auch beide Varianten in einem Quilt zusammen.

Beim Zuschnitt taste ich mich langsam ans Thema Genauigkeit heran und versuche auch auf den Musterverlauf zu achten, wird besser.

 

Die beiden langen Streifen habe ich jeweils zusammengenäht und dann in zwei Teile geschnitten. Daraus ergeben sich die mittleren Außenteile. Aus den beiden großen Vierecken werden jeweils vier Halfsquaretriangles. Dazu werden diese zunächst rechts auf rechts an allen vier Seiten zusammengenäht und wieder diagonal in vier Teile geteilt. Hier gibt es keine Reste, die ich noch zu kleineren Halfsquaretriangles verarbeiten könnte. Aber dafür habe ich jetzt vier verschiedene Möglichkeiten aus den neun Teilen den Block zusammenzusetzen! Aaaaaaaahhhhhh! Die sehen irgendwie alle gut aus…

 

Im Endeffekt habe ich mich dann wie auch im Januar dazu entschieden das eigentliche Motiv aus den gemusterten Stoffen zu patchen. Der Hintergrund ist bei allen Motiven grau. Beim schwarz-weißen Block passen die Ecken nahezu perfekt zusammen, und auch beim Musterverlauf… muss ich mich mal selbst loben. Der bunte Block ist ein ganz winziges bisschen schlampiger genäht, auf den Fotos fällt das aber gar nicht auf und auch in der fertigen Decke wird es niemand außer mir bemerken. Auch hier, der Musterverlauf… es lohnt sich definitiv da ein bisschen mehr Stoff für einzuplanen.

 

Und hier alle vier bisherigen Blöcke zusammen. Passt auch gut für eine große Decke.

Es hat wie immer Spaß gemacht! Wann ist nochmal März? Morgen??

Projekt: Resteverwertung

Wir haben zwei Kinderzimmer. Eins für das Junimädchen und eins für das Augustbaby. Zumindest theoretisch hätten wir das, würde nicht im zweiten Kinderzimmer noch allerhand stehen, was da so gar nicht hingehört. Unter anderem meine Nähmaschine inkl. sämtlichem Zubehör. Und da wir lange Zeit nicht wussten, das das Junimädchen nochmal große Schwester wird, habe ich mich da auch entsprechend ausgebreitet. Und Stoffreste gesammelt. War ja Platz! Das wird aber irgendwann dieses Jahr anders und so muss ich langsam aber sicher die Rest entweder wegwerfen (Neeeeiiiiin!!) oder verwerten.

Aus den Baumwoll-Webware-Resten habe ich angefangen Half-Square-Triangles (kurz HST) zu nähen. Das sind kleine Stoffquadrate die jeweils aus zwei Dreiecken bestehen. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Relativ einfach geht das indem man zunächst größere Stoffquadrate schneidet und diese dann jeweils zu zweit rechts auf rechts an allen vier Kanten aufeinandernäht.

Die zusammengenähten doppelten Quadrate schneidet man anschließend diagonal zu vier doppelten Dreiecken. Und wenn diese dann schön auseinandergebügelt sind hat man fertige HST, die man nur noch auf die richtige Größe trimmen muss. Meine HST sind jeweils 2 Inch groß. Das sind ca. 5 cm.

Bislang habe ich gut 200 davon geschafft. Für das Projekt, das mir im Kopf herumschwirrt benötige ich allerdings knapp 2.000 davon. Das wird lustig. Was das genau wird? Bleibt spannend. Ich weiß es, sonst niemand. Wenn ihr das auch wissen wollt, bleibt dabei, ich werde regelmäßige Updates posten, versprochen! Hie schon mal ein bisschen nach Farbe sortiert. Das hellgrüne ist übrigens ein altes aussortiertes Hemd des Mannes!

Spaziergang im Schnee

Es hat geschneit. Alles ist weiß. Und dazu ist die Luft trocken. Das perfekte Wetter für einen schönen Schneespaziergang mit dem Augustbaby. Die ersten vier Monate hat sie den Kinderwagen komplett boykottiert, ein absolutes Tragebaby. Und das wo ich doch so eine schöne Kinderwagentasche genäht habe. Recycled (bzw. upcycled nennt man das wohl eher) aus alten Jeans vom Mann und mir. Nach dem Schnittmuster Easybag von Schnabelina.

(Für Taschenfotos bitte weiter unten gucken.)

Und da das Augustbaby ja nun seine Abneigung gegen den Kinderwagen aufgegeben hat, haben wir uns warm eingepackt und sind raus. Der Fotoapparat musste mit.

Und auch die Kinderwagentasche macht sich richtig gut im Praxistest. Mit kleinen Karabinerhaken ist sie schnell am Kinderwagen angebracht und dank Schultergurt kann ich sie auch so benutzen.

Fotoshootings im Schnee machen Spaß. Ich hoffe wir haben noch länger etwas weißes Winterwetter. Auch wenn das Kinderwagenfahren dann doch etwas eingeschränkt ist.

Und da heute praktischerweise Dienstag ist geht dieser Post mit zum Creadienstag und zu „old jeans new bag“!

Und falls irgendwer alte Jeans rumliegen hat – nicht wegwerfen, ich nehme die gern!

[6K12B] Der Januarblock „Rolling Stone“

Der Januarblock heißt „Rolling Stone“. Woher der Name kommt könnt ihr bei Dorthe auf lalala-patchwork.de lesen. Was auf den ersten Blick so einfach aussieht war doch eine kleine Herausforderung. Es fing mit der Auswahl der Stoffe an.  Vielleicht hätte ich doch weniger nehmen sollen, ich konnte mich einfach nicht entscheiden.

Klar war, dass ich einen der Grautöne als Hintergrund nehme.  Sehr geholfen hat mir das Junimädchen und suchte zielsicher natürlich den Monsterstoff aus, und dann noch den mit dem bunten Punkten, und blau! Perfekt.

Ich wollte allerdings auch noch die schwarz-weiß gemusterten Stoffe verarbeiten und so war die Entscheidung schnell getroffen – werden es halt zwei Blöcke. Vielleicht schaffe ich ja jeden Monat zwei, dann wird es entweder eine richtig große Decke oder zwei Decken. Die Option lasse ich mir mal offen.

Das Zuschneiden ging dank neuem Lineal und neuen Klingen für den Rollschneider relativ fix. Ich habe mich tatsächlich bemüht, so genau wie möglich zu schneiden!

Genäht habe ich in Etappen, zuerst die insgesamt acht Eckquadrate für beide Blöcke, anschließend die Seitenteile aneinander und wieder auseinander. Gut feststecken hilft übrigens. Langsam nähen auch. Um genau einen viertel Inch Nahtzugabe zu erhalten habe ich bei meiner Maschine einfach die Nadelposition verstellt. So habe ich mir die Anschaffung eines speziellen Nähfußes erspart.

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Die kleinen Eckschnipsel sammele ich. Erstens kann ich eh keine Stoffreste wegwerfen und zweitens fällt mir dazu bestimmt noch was ein. Mit einer Diagonalen sehen die Ecken auch ziemlich spannend aus. Beim Zuschnitt für die Seitenteile des schwarz-weißen Musters habe ich tatsächlich auf den Verlauf der Dreiecke geachtet.  Hätte ich bei den gepunkteten Ecken auch mal machen sollen. Beim nächsten Mal.

Und dann lagen da jeweils neun Teile vor mir die „nur“ noch verbunden werden mussten. Für das erste Mal bin ich schon sehr zufrieden. Auch wenn hier und da sich die Ecken nicht 100prozentig genau treffen.

 

 

Ich hätte sicher hier und da noch genauer arbeiten können oder müssen aber das wird beim fertigen Quilt außer mir wohl niemandem auffallen. Und es muss ja auch noch Steigerungspotential geben übers Jahr.

Gier sind sie also, meine beiden Januar Rolling Stones!  

Und die Eckschnipsel habe ich noch zu sogenannten HSTs (Halfsquaretriangles) zusammengenäht und auf jeweils 1,5 Inch Kantenlänge getrimmt. Die bewahre ich jetzt mal auf und lasse mich inspirieren! Vielleicht verarbeite ich die noch mit in der Decke bzw. den Decken. Oder dem Junimädchen fällt spontan ein, dass Püppi auch noch eine Decke braucht, oder ich mache noch ein Kissen aus den Resten. Ich gucke mal, was da übers Jahr gesehen so anfällt.

Ich bin schon sehr gespannt auf dem Februarblock und sage hier erst mal herzlichen Dank für die tolle Anleitung! Wenn das so weitergeht wird das ein sehr schönes Patchwork-Jahr!

[6K12B] Meine Stoffauswahl

Es geht weiter mit dem Quiltprojekt „6 Köpfe – 12 Blöcke“. Ich werde die Beiträge dazu zukünftig der Übersichtlichkeit halber im Titel  immer mit [6K12B] kennzeichnen. Nur falls ihr euch gewundert habt was dieses kryptische Kürzel soll.

Eine Schneidematte und einen Rollschneider hatte ich schon, die Schneidematte hat auf der Rückseite sogar eine Inch-Einteilung. Das fand ich bislang immer unnötig. In Zukunft wird das bestimmt nützlich sein. Und jetzt ist auch mein Inch-Lineal da. Ich habe mich für eins von Prym/Omnigrip entschieden. Auf der Rückseite ist es leicht genoppt, so dass es auf dem Stoff nicht rutschen soll. Ich bin gespannt.

Die Stoffe habe ich bei Buttinette bestellt. Einmal ein buntes Paket mit Stoffzuschnitten „Monsterparty“ in türkis-gelb-grün-Tönen. Das Junimädchen war sofort von dem Monsterstoff begeistert. Eigentlich wollte ich den nicht benutzen, ich denke jetzt muss er wohl doch mit rein. Soll schließlich eine Decke für uns alle werden. So zumindest der Plan. Bislang. Wobei Pläne dazu da sind über den Haufen geworfen zu werden.

Zusätzlich habe ich dann noch zwei verschiedene Grautöne bestellt um ein wenig Ruhe in den Quilt zu bekommen und drei Stoffe mit schwarz-weißen Mustern. Die Dreiecke wiederholen sich in dem bunten Stoff, damit kann ich mir sehr spannende Blöcke vorstellen.

Die Stoffe sollten auf jeden Fall für alle Blöcke ausreichend sein, eventuell reicht es sogar auch für die Zwischenstreifen. Wobei das noch eine ganze Weile Zeit hat.

Die Stoffe habe ich mit Farbfangtüchern vorgewaschen und war ziemlich erstaunt, dass sich gar keine Farbe in den Tüchern gefangen hat. Scheint gut zu sein. Gebügelt sind die Stoffe auch schon, vielleicht schaffe ich morgen den Zuschnitt und kann mich dann ans Nähen machen!

Beim dem Thema Stoffe vorwaschen scheiden sich die Geister. Hier gibt es einen interessanten Artikel über den Sinn- und Unsinn des Vorwaschens. Ich wasche prinzipiell alle Stoffe nach dem Kauf, und Webware aus Baumwolle bügel ich sogar glatt.

Aaaaaaah, ich würde so gern sofort loslegen, aber jetzt wartet die Familie auf mich 🙂