[Tutorial] Kleidchen mit Rüschen

Das Junimädchen braucht dringend neue Sommerkleider. Jeans zieht sie gar nicht mehr an, hier werden nur noch Kleidchen mit (oder bei warmem Wetter gern auch ohne) Leggings getragen. Na wegen mir ok, nähe ich halt noch welche. Und im Winter kann sie die dann auch mit Langamshirt und Strumpfhosen tragen…. und später dann das Augustbaby! Hier kommt ja nix weg.
Die Fotos hatte ich auf Instagram schon mal gezeigt, das Kleidchen wird mittlerweile auch heiß geliebt und da die Rüschen unten eigentlich ziemlich einfach sind dachte ich mir, ich versuch mich mal an einem kleinen Tutorial dazu. Vielleicht mag das ja jemand nachnähen und muss dann nicht selbst rumtüfteln wie ich.

Ihr braucht einen beliebigen Schnitt für ein Oberteil. Von der Länge her sollte das Ganze über den Po gehen, also entweder ein verlängertes Shirt oder ein Longshirt oder ein Kleid mit gradem Abschluss unten. Theoretisch muss das noch nicht mal selbstgenäht sein, es geht auch ein gekauftes Oberteil. Ich habe mir für meine Beispiele einfach ein gut passendes Kleid des Junimädchens kopiert.

Zusätzlich braucht ihr für Vorder- und Rückseite je drei Streifen für die Rüschen. Messt unten an Vorder- und Rückenteil die Breite aus und addiert 50%. Bei mir hatten beide Teile jeweils 40 cm Breite und ich habe die Rüschenstreifen 60cm lang gewählt. Die Streifen sind bei mir 4, 8 und 10 cm hoch. Das ist Geschmackssache. je nach Musterverlauf könnt ihr parallel oder senkrecht zum Fadenlauf zuschneiden. Beim Zuschnitt senkrecht zum Fadenlauf (also parallel zur Webkante) rollt sich der Jersey so ein, dass man hinterher die rechte (also schönere) Stoffseite sieht. Falls es bei euch vom Musterverlauf passt, würde ich das empfehlen. Beim Trollkleidchen habe ich die Streifen parallel zum Fadenlauf zugeschnitten, hier sieht man dann leider hinterher auch die unschöne, weiße linke Stoffseite. Ging aber vom Muster her nicht anders. Beim Geburtstagskleidchen konnte ich senkrecht zum Fadenlauf zuschneiden. Das sieht vom Endergebnis hier deutlich besser aus.

Die insgesamt sechs Stoffstreifen kräuselt ihr nun an der oberen Seite ein. Ich nähe übrigens mit einer ganz normalen Nähmaschine. Das geht. Eine Overlock ist nett aber kein muss… geht alles auch ohne! Zum Kräuseln nehmt ihr den ganz normalen Gradstich mit größtmöglicher Stichlänge. Zusätzlich stellt ihr an der Nähmaschine die Oberfadenspannung auf die höchste Stufe. Lasse die Fadenenden lang und nähe einmal ohne zu verriegeln an der oberen Kante innerhalb der Nahtzugabe entlang. Wenn du anschließend am Oberfaden ziehst kräuselt sich der Stoff ein. Verteile die Falten gleichmässig und verknote jeweils Ober- und Unterfaden an beiden Seiten miteinander. Du kannst die Falten noch fixieren indem du mit einem Zickzackstich nochmal über die Naht nähst. Alternativ zum Kräuseln kannst du natürlich auch ganz viele kleine Kellerfalten nähen…. wer das mag…..Gummiband wäre eine dritte Alternative. Das würde ich hier aber nicht empfehlen, da sonst beim finalen zusammennähen drei Gummibänder übereinanderliegen. Das sieht nicht nur dick und wulstig aus sondern trägt sich mit Sicherheit auch nicht angenehm.

Wenn du alle sechs Rüschenteile (je drei für vorne und hinten)  gekräuselt hast steckst du die mit den gekräuselten Seiten rechts auf rechts unten an Vorder- und Rückenteil. Den schmalen Streifen nach innen, den breiten ganz nach außen. Ich habe das Ganze jetzt erst mal mit einer Hilfsnaht fixiert. Gradstich mit großer Stichlänge oder Zickzackstich.

Jetzt einmal umdrehen und kontrollieren ob die drei Streifen alle auf gleicher Höhe enden. Also an Vorder- und Rückenteil. Falls ja – prima, Falls nicht und die Abweichung sehr groß ist – auftrennen und korrigieren. Kleinere Abweichungen können beim zusammennähen noch kaschiert werden.

Jetzt kannst du die mittlere und schmale Rüsche mit einem Rollsaum versehen. Ich mache das ganz einfach mit meiner Nähmaschine indem ich einen relativ schmalen Zickzackstich wähle und damit ganz am äußersten Rand des Stoffes entlangnähe. Immer so dass die Nadel einmal in den Stoff und einmal ausßerhalb einsticht. Dabei ziehe ich richtig fdest am Stoff, also genau so wie man das sonst auf keinen Fall machen sollte. Durch das Ziehen wellt sich der Stoff und durch den Zickzackstich wird er am Rand versäubert. Man kann das entweder mit einem Garn in Kontrastfarbe oder mit einem Garn dass sich dem Stoff anpasst nähen. Je nachdem welchen Effekt man erzielen will. Ich nähe meistens 2-3mal rum. Das ist Geschmackssache.

Wenn die beiden Streifen mit einem Rollsaum versäubert sind kann man die Seiten des Shirets zusammennähen. Dazu stecke ich zunächst die beiden schmalsten Streifen mit der Rollsaumkante bündig aufeinander und nähe diese mit einem Gradstich zusammen. Dadurch kann ich sichergehen, dass die Kanten auch passgenau aufeinandertreffen. anschliessend wiederhole ich diesen Schritt mit den beiden mittleren Streifen. Dabei müssen die beiden schmalen Streifen natürlich auch mit gefasst werden. Als letzten Schritt nähe ich die kompletten Seiten des Shiarts inkl. der Rüschenstreifen zusammen. Jetzt wenden und kontrollieren ob alles passt. Wenn ja – super. Falls nicht, ggf. auftrennen und korrigieren.

Als letztes wird nun noch die unterste Rüsche in einem Schritt komplett mit einem Rollsaum versehen – fertg!

 

 

 

[6K12B] Der Augustblock „Card Trick“

Ich mach es mal kurz. Jedes Teil ca. fünfmal zugeschnitten und doch irgendwie alles krumm und schief und die einzelnen Teile zu klein – also einfach murksig. Räumliches Denken ist Glückssache, zumindest bei mir und im August. Abgesehen davon liegt das Ganze hier seit knapp drei Wochen rum und mir fehlt einfach die Zeit um irgendwas ordentliches zu schreiben und von daher unkommentiert ein paar Fotos. Im September dann wieder mehr…. vielleicht 😉

Vielen Dank an Nadra von Ellis&Higgs, da gibt es die Anleitung, die ist wie immer wundervoll und es lag an meinem Unvermögen, nicht daran 🙂

[Tutorial] Stoffreste-Memory

Das Junimädchen spielt total gerne Memory. Und sie ist darin auch richtig gut und zockt uns Große gern ab. Mit fünf Jahren geht das. Leider möchte das Augustbaby auch gern mitspielen und grabscht nach den Karten und steckt die in den Mund. Das sorgt hier regelmäßig für Stress unter den Schwestern.

Abhilfe schafft das unser neues Stoffrestememory, was ich aus Stoffresten (wie der  Name ja schon sagt) genäht habe. Das ist super. Die Kleine kann die Stoffkarten hemmungslos knautschen und schmeißen und wegen mir auch in den Mund nehmen und die Große kann spielen.

Material:

  • Stoffreste aller Art – auch kleinste Fitzel lassen sich hier sehr schön verarbeiten
  • Einheitlicher Stoff für die Vorder- und Rückseiten der Karten (Menge hängt von der Anzahl der Karten ab)
  • Verstärkung für die Karten, was halt da ist. Volumenvlies (H630 oder sogar H640) macht sich sicherlich gut, damit es etwas griffiger wird. Ich habe tatsächlich einfach Bastelfilz genommen, der lag hier noch rum, der musste weg.

Anleitung:

Aus dem einheitlichen Stoff schneidet ihr pro Memorykartenpaar vier Quadrate aus. Ich habe hier 10×10 cm genommen, das ergibt bei einer Nahtzugabe von einem Zentimeter hinterher Karten von 8×8 cm Größe und passt gut in kleine Hände. Gut und schnell geht das Zuschneiden mit einem Rollschneider. Etwas langsamer natürlich auch mit einer Schere.

Von der Verstärkung braucht ihr pro Kartenpaar jeweils zwei Quadrate von 8×8 cm (also der hinterher fertigen Kartengröße). Falls ihr Volumenvlies verwendet könnt ihr das einfach mittig auf die Rückseite der Hälfte der Quadrate gemäß Herstellerangaben aufbügeln. Alles andere wird aufgenäht. Ich habe das einfach diagonal mit einem kontrastfarbigen Nähgarn gemacht.

Jetzt kommen die Stoffreste zum Einsatz. Ihr braucht pro Kartenpaar zwei gleiche Stoffstücke. Die können jede beliebige Form haben, maximal natürlich die Größe der Karten. Die Stoffe näht ihr einfach auf die rechte Seite der verstärkten Stoffteile auf. Theoretisch könnt ihr die natürlich vorher noch mit Vliesofix fixieren und aufbügeln, das habe ich mir aber erspart. Hier kann und darf gern gepfuscht werden. Ein paar Falten machen das nämlich für kleine Kinder und Babys nochmal viel spannender. Wer Lust hat verziert die Karten nun noch mit ein paar farbigen Kontrast- oder Ziernähten. Webbänder gehen auch schön.

Wenn alle Stoffstücke aufgenäht sind nehmt ihr jeweils ein unbenähtes Quadrat und ein benähtes, verstärktes Quadrat, legt diese rechts auf rechts aufeinander und näht mit einem Zentimeter Nahtzugabe einmal ringsum. Wendeöffnung nicht vergessen 😉 Die Nahtzugabe könnt ihr dann noch ein Stück zurückschneiden.

Nun noch wenden und die Ecken mit einem Stäbchen oder ähnlichem ausformen. Einmal rundherum absteppen, dabei wird die Wendeöffnung praktischerweise gleich mit verschlossen.
 

Fertig ist euer Stoffrestememory. Zur Zeit hat das Augustbaby viel Freude daran, die einzelnen Teile aus dem Körbchen zu ziehen und in der Gegend zu verteilen. 

Viel Spaß beim Nachnähen und Spielen! Und wer ein Memory nach meiner Anleitung genäht hat und gern hier verlinkt werden möchte – schreibt mir einfach einen Kommentar mit Link zum Blog.

 

[Tutorial] Freundschaftsarmbänder aus Jeans

Heute haben wir mal spontan gebastelt. Bzw. genäht. Genähbastelt also. Beim Junimädchen sind Armbänder zur Zeit ganz hoch im Kurs, die liebt sie. Und da haben wir mal aus meinen gesammelten alten Jeansresten schicke Freundschaftsarmbänder für sie und ihre Freundinnen hergestellt. Das geht total einfach!

Material:

  • alte Jeans (3×1 cm breite Streifen. Länge hängt von der Dicke des Handgelenks ab. Bei Kindern also nicht allzu lang) und zwei Stücke von je 3×5 cm
  • Zwei Kam Snaps oder andere Druckknöpfe
  • Knöpfe oder Nieten zur Verzierung.

Anleitung:

Die drei Streifen übereinander mit jeweils der rechten Seite auf die linke Schmalseite eines 3×5 cm großen Jeansstücks legen. Das Jeansstück zusammenklappen, so dass die rechten Seiten aussen sind und am Ende knappkantig zusammennähen so dass die drei Streifen festgenäht werden.

Kam Snap oder Druckknopf befestigen.

Einmal um den Kam Snap knapp herumnähen. Optimalerweise mit einem Reißverschlussfüsschen und anschließend rechts und links davon bis kurz vor der Naht zurückschneiden.

Jetzt die drei Jeansstreifen zusammenflechten. Das hat das Junimädchen übrigens ganz toll alleine gemacht!
Am anderen Ende nun das zweite 3×5 cm-Stück genauso annähen und den zweiten Kam Snap befestigen. Hierbei darauf achten. dass das jeweilige Gegenstück verwendet wird und einmal die glatte Rückseite und einmal die andere Seite nach oben zeigt damit das Armband hinterher bündig geschlossen werden kann.

Jetzt können die Knöpfe oder Nieten oder andere Deko-Elemente noch auf dem Armband angenäht und befestigt werden.

Jeans gibt einen stylischen Used-Look wenn die offenen Kanten ausfransen. Wer das nicht möchte muss vorher jede einzelne Kante versäubern, das dauert natürlich entsprechend lange. Hübsch sieht bestimmt auch ein Kontrast-Stoff zwischen den Jeans-Streifen aus. Oder Webband oder oder oder…

 

Das Junimädchen und ich wünschen euch viel Spaß beim Nachbasteln! Und wer mag und einen Blog hat darf sich hier gern verlinken. Bitte mit Backlink zu dieser Seite.


[6K12B] Der Juliblock „Snail’s Trail“

Irgendwie ist grade hier so viel los im Offline-Leben, da kommt der Online-Teil deutlich kürzer. Ist aber auch ok, es ist ja schließlich Sommer und da haben wir fast alle Geburtstag und das muss man definitiv offline feiern. Trotzdem nähe ich natürlich die Monatsblöcke weiter und der Juli ist natürlich auch schon längst im Kasten! Doppelt. Wie immer. 

Snail’s Trail heißt der Block, auf deutsch „Schneckenpfad“ und die Anleitung dazu gibt es hier bei Dorthe von lalala Patchwork. Wie immer sehr detailliert und sehr gut nachzunähen. Da wiederhole ich mich gern, das macht Spaß – vielen Dank!

Ich lass mal die Bilder vom Zuschnitt weg, interessiert eh keinen 😉 Beim schwarzweissen Block habe ich das kleinste Muster gewählt. Ich wollte die Schnecke gern vom Muster her fortlaufend haben, daher sind die zweiten und vierten Dreiecke jeweils schräg zum Fadenlauf zugeschnitten. So ganz 100prozentig passt es nicht, aber die weißen Punkte wechseln zumindest nicht die Laufrichtung. Sieht man gut auf dem folgenden Bild. Ich denke bzw. hoffe das das beim Patchwork relativ egal ist ob ich auf den Fadenlauf geachtet habe. Wird ja eh kreuz und quer zusammengepatcht.

Beim bunten Block habe ich die zwei Uni-Stoffe genommen und daraus jeweils eine Teilschnecke geschnitten. So richtig gefällt mir der Block aber nicht. Evtl. tausche ich den am Ende noch aus gegen einen anderen, das lasse ich mir mal offen.

Und hier nochmal alle in der Übersicht. So ganz haut das bei mir mit den Größen nicht hin. Ich denke da muss ich am Ende nochmal ran und aus dem grauen Hintergrundstoff Streifen annähen um alle auf eine einheitliche Größe zu bringen. Aber egal – ist handgemacht und da darf das so sein.

Und bald ist August. Mal gucken ob ich vorher hier noch irgendwas anderes poste…. genug gäbe es!

[6K12B] Der Juniblock „Pineapple“

Für den April und Mai habe ich endlos gebraucht, der Juni ging dann ganz fix. Den haben Sonja (aka oceaniss) und ich zusammen genäht! Am Wochenende waren wir zu Besuch im Süden und neben ganz viel Aktivitäten für die großen Mädchen und kleinen Babys haben wir auch einen Nachmittag zusammen genäht. Eigentlich wollte ich ja „nur“ zuschneiden. aber da Sonja so motiviert war ging das Nähen dann doch ganz fix. Und so fix, dass ich die sonst üblichen Fotos der einzelnen Arbeitsschritte einfach mal ganz gepflegt weglasse und euch gleich meine beiden fertigen Blöcke präsentiere. Bunt und in Farbe, aeh, Schwarzweiß!

  

Das Muster soll eine Ananas darstellen. Und ich finde in gelb auf dunklem HIntergrund kann man das auch ganz gut sehen. Natürlich mit den Monstern im Mittelpunkt! Der andere Block ist wieder eher abstrakt. Und wenn ich mir Oceaniss‘ Block dazwischen so anschaue, dann könnte ich mir auch einen Quilt nur mit ganz verschiedenen bunten Ananas-Blöcken sehr gut vorstellen. Die wie gewohnt tolle Anleitung gibt es hier bei Allie and me inkl. einer weiteren Anleitung für einen ähnlichen Block. Den hebe ich mir mal für „schlechte Zeiten“ auf.

Leider haben sich bei mir die Blöcke total gewellt. Ich werde da wohl nochmal mit dem Bügeleisen drübergehen. Notfalls werden die Falten dann einfach weggequiltet am Ende. Da kenne ich nix! Und so in etwa werden die beiden Decken dann zur Halbzeit aussehen:

Und nun? Endlos lange 24 Tage warten bis zum Juli! Schaut doch mal solange was die anderen genäht haben. Das findet ihr bei Allie and me wenn ihr im oben verlinkten Beitrag ganz nach unten scrollt!

[6K12B] Der Maiblock „Dutchman’s Puzzle“

Dutchman’s Puzzle heißt der Maiblock. Und die Anleitung gibt es hier bei greenfietsen!

Was auf den ersten Blick so einfach aussieht wie diese Aneinanderreihung von acht Flying Geese birgt doch einige Tücken im Detail. Und so ist es auch schon fast wieder Juni und juhu – die Zeit bis zum nächsten Block ist nicht mehr weit.

Der Zuschnitt liegt hier seit drei Wochen, das hab ich voller Elan ganz am Anfang des Monats erledigt. Wieder zwei Blöcke, wieder einmal bunt und einmal schwarz-weiss. Anschließend fehlte mir die Zeit, und die Lust, und überhaupt! Und es war noch so viel anderes zu tun, ein Wochenende mit den Mädels an der See, ein großer Kita-Flohmarkt der organisiert werden musste…. egal – hier mal die Bilder vom Nähen. Macht sich auch recht hübsch als bunte flatterige Wimpel!

Und fast hätte ich schon wieder vergessen wie denn mein Muster aussehen sollte. Beim Legen war es aber klar – natürlich gehören die grauen Dreiecke nach außen und die bunten nach innen! Andersrum sieht es komisch aus.

Aus den Resten hab ich wie gewohnt Halfsquaretrianges fabriziert, die muss ich irgendwann mal bei Gelegenheit (also nie) noch zurechtschneiden auf 2,5 Inch. Damit kann man ja wirklich ganz viel anstellen. Vielleicht kommen die am Ende auch noch in irgendeiner Form rein in den Quilt.

Und hier sind sie, die beiden Mai-Blöcke. Ich finde beide echt hübsch, aber trotzdem – das war nicht meins. Und irritierender weise sind die auch beide viel zu klein geworden. Der bunte Block misst nur 11,5 Inch und der schwarzweiße Block 12 Inch. Da werde ich dann wohl beim endgültigen Fertigstellen des Quilts dann ein paar Streifen einfügen müssen. Irgendwo hab ich geschlampt. Muss man ja mal so sagen!

[6K12B] Der Aprilblock „Dresden Plate“

Puh! Aeh ja…. das waren zumindest meine ersten Gedanken. Und damit war ich vermutlich nicht alleine. Das April-Muster war schon ziemlich anders als die ersten drei Muster. Sehr floral und halt rund. Nicht eckig. Dresden Plate nennt sich dieses Patchwork- Muster, und das macht es definitiv sympatisch und da ich ja auch dabei bin um Neues auszuprobieren und zu lernen war klar dass ich auch diesen Monate mitmache. Und ja, auch per Hand, ist doch klar!

Beim Zuschnitt war ich erst etwas irritiert, die einzelnen Teile sind doch im Verhältnis zur Grundfläche sehr groß… viel zu groß, die ragen ja drüber!

Nach dem Nähen der Spitzen wurde es schon etwas besser, passt aber noch nicht wirklich drauf….

Das Zusammennähen war dieses Mal Maßarbeit, da muss ja auch das erste Teil mit dem letzten dann endlich einen Kreis ergeben. Da die Mitte aber noch mit einem Kreis verdeckt wird habe ich einfach mal passend gebügelt. Und ja, mit Dampf – mit ordentlich Dampf! Jetzt fängt es an gut auszusehen.

Auf die Mitte gehört ein Kreis. Und hier habe ich tatsächlich mal richtig was gelernt, nämlich wie man nahezu perfekte und vor allem runde Kreise erstellt! Juhu. Das ist sogar ziemlich einfach. Ein Stück Stoff mit einem etwas größeren Durchmesser als der fertige Kreis (muss nicht exakt ausgeschnitten sein) und eine Schablone mit dem exakten endgültigen Kreisdurchmesser aus Pappe. Mehr braucht es dazu nicht. In diesem Fall habe ich übrigens die Mitte des Kreises noch mit einem weißen Stoff hinterlegt damit das Muster nicht durchscheint. Außen einmal mit der Hand herumnähen, dann die Pappe einlegen und den Faden zusammenziehen. Es entsteht ein Kreis. Den Ordentlich bügeln und die Pappe wieder entfernen und da ist er, der perfekte Kreis bzw zwei Kreise!
  

Nachdem alles gut fixiert ist kommt der meditative Teil des Ganzen. Mit der Hand auf den Hintergrund applizieren. Irritierende Frage des Mannes: „Was machst du denn da?? Du hast doch eine Nähmaschine!“ Tja schon, aber ich will ja nicht dass man die Stiche sieht, und das geht nach wie vor leider nur mit der Hand und nicht mit der Maschine. Kann man sehr gut abends vorm Fernseher machen, wenn schon denn schon!
 

Hier ist das fertige Ergebnis! Zwei Dresden Plates, in bunt und in schwarzweiß! I like!
 

Wer noch Dresden Plates sehen möchte guckt hier bei der Quiltmanufaktur. Da gibt es auch die Anleitung dazu und ein spezielles Lineal mit dem man sich die Arbeit vereinfachen kann.

Patchwork-Loop im April

Die Restekiste, ein leidiges Thema bei mir (wie wohl bei jedem, der näht). Ich bin da ein kleiner Stoff-Messie, könnte ich ja noch brauchen, vielleicht für ne Applikation? Who knows….

Wenn das Ding aber übervoll ist und der Deckel nicht mehr zu geht besteht Handlungsbedarf! Also hab ich das Ganze nach Farben sortiert. Blaugrau war ne ganze Menge da.

In gleichbreite Stücke geschnitten sieht das doch schon viel ordentlicher aus! Hier mal sowohl blaugrau als auch türkis.

Normal rechts auf rechts zusammennähen kann man machen, sieht aber auch ein bisschen langweilig aus. Hier wäre jetzt eine Coverlock großartig. Alternativ auch eine Overlock-Maschine. Hab ich aber beides nicht, muss also auch mit der normalen Nähmaschine gehen.

Mit dem Fake-Overlock-Stich meiner Nähmaschine habe ich also zunächst eine lange Bahn links auf links zusammengenäht. Mit einer Kontrastfarbe – Orange – Komplementärfarben gehen immer gut!

Da so allerdings die Nähte doch sehr hervorstehen bin ich anschließend nochmal mit einem Zickzackstich drübergegangen. Nun liegt das Ganze schön flach und ordentlich aufgerollt. Das Schöne an einem Loop ist ja auch, dass es nicht ganz so dramatisch ist, wenn es nicht ganz grade wird. Der kruschelt sich ja hinterher eh um den Hals rum. Auch auf den Fadenlauf muss man da nicht ganz so genau achten.

Insgesamt braucht man für einen Loop in Erwachsenen-Größe ein ca. 1,50×70 cm großes Stoffstück. Die lange Rolle habe ich also in 150 cm lange Stücke geschnitten und wieder zusammengenäht, ergänzt mit einem dunkelblauen Sweat, damit ich auf die richtige Breite komme.
Hier auch mal wieder rechts auf rechts zusammengenäht, das wird sonst echt arg dick an den Kreuzungspunkten und geht nicht mehr gut durch die Maschine durch. Kontraste habe ich auch so genug.

An den Längsseiten wird das Stoffstück nun zusammengenäht, so dass ein langer Schlauch entsteht.

Wie genau dann daraus ein Loop wird, dafür gibt es unzählige Tutorials, zum Beispiel hier bei Mamahoch2. Mein Loop ist nun fertig und genauso cool und kuschelig geworden wie ich mir das vorgestellt habe.

Die nächsten beiden Patchwork-Loops sind schon in der Vorbereitung, einmal in türkis-grau und einmal in schwarz-bunt. Aber die gibt es ein anderes Mal, jetzt laufen hier wieder die Ostervorbereitungen!

Und damit ab zu dem Jahres-Sew-Along von Fräulein An, da lautet das Aprilthema „gut beTucht“. So ein Zufall 😉

 

Mein Lieblingshoodie im März

Beim großen Jahres-Sew-Along von Fräulein An dreht sich im März alles um Hoodies. Oder wie wir früher, damals, gesagt haben – Kapuzenpullis! Da mach ich mal wieder mit, auch wenn es bis zum Ende des Monats gedauert hat. Irgendwie kommt man ja mal wieder zu nüscht!

Der Stoff war schon gut abgelagert. Als ich den gesehen habe hatte ich sofort dieses „habenwollen“-Gefühl und wusste auch schon dass ich mir daraus mal nen Hoodie nähen würde. Als ich den dann aber vor drei Wochen hier ausgebreitet habe um zuzuschneiden, da wirkte das Ganze nun eher ein wenig bieder… und als auch noch der Mann fragte ob ich mir denn nun eine Küchenschürze nähen wollte…. da war irgendwie schon wieder die Luft raus. Doof, dabei hatte ich mich doch so auf genau diesen Stoff gefreut.

Auf Facebook hatte ich dann zufällig ein Bild gesehen, gleicher Stoff – anderer Schnitt, sah sehr cool aus. Also habe ich fertig zugeschnitten, das Ganze dann noch mit senffarbenem Jersey fürs Innenfutter der Kapuze und der Taschen ergänzt und da ist er – mein Lieblingshoodie!

Schnittmuster: Lynn von Pattydoo
Material: Just Paisley Sommersweat von Hamburger Liebe, senfgelber Jersey, gelbes Leder, gelbe Kordel, schwarzes Bündchen

Und hier noch ein paar Details:

Tja, und weil leider nicht alles so glatt läuft wie ich das gern hätte wäre ein passender Untertitel für diesen Blogpost auch „… und wie ich auf den letzten Metern nochmal alles richtig verkackt habe!“ Ich wollte nämlich das Ganze gern noch mit passendem gelben Leder aufwerten. Als Verstärkung unter den Ösen hat das auch recht gut geklappt. Auch das Reinhämmern der Ösen lief mal richtig gut, Als ich aber dann auch noch die seitlichen Eingriffstaschen mit Leder verzieren wollte ging plötzlich gar nichts mehr. Ich vermute mal, es lag an der Nadel, vielleicht die falsche Stärke. Wer weiß das schon. Ich nehms mit Humor und mag den Hoodie trotzdem total gern. Der ist nämlich sehr bequem und außerdem suche ich eh noch nach einer passenden dicken Kordel für die Kaputze. Das dicke gelbe Band ist erst mal nur eine Notlösung! Vermutlich dann eine Dauerlösung, so wie das mit Notlösungen so ist.